Blue Boyz und Girlz FV Biebrich 02
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Kommentare und Glossen unseres Zweiten Vorsitzenden Heinz-Jürgen Hauzel

Big Hauzel

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September 2020

Liebe Biebricher,
eine außergewöhnliche Pause liegt hinter uns Fußballern. Nicht nur der Länge wegen. Die Begleitumstände mit der durch die Covid-19-Pandemie erzwungenen und allesamt gut gemeinten Entscheidungen von Verband, Politik und Verwaltung sorgen noch immer dafür, dass wirklich niemand davon sprechen kann, diese Pause habe zur Erholung beigetragen. Im Gegenteil. Corona und die Folgen haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Amateurvereine in außergewöhnlichem Maße belastet und werden auch in den nächsten Wochen und Monaten höchste Anforderungen stellen.

Spieler, Trainer, Betreuer und Funktionäre müssen damit rechnen, dass in den vergrößerten Spielklassen Mammutrunden mit mehreren „englischen Wochen“ und verkürzter Winterpause durchgepeitscht werden. Und dabei immer damit rechnen, dass Corona-Fälle für Spielabsagen sorgen oder steigende Infiziertenzahlen Unterbrechungen der Runde notwendig machen. Nicht wenige Fußballer haben erhebliche Zweifel, dass die Saison überhaupt wie geplant zu Ende gespielt werden kann.

Der Biebricher Fußballverein 02 hat bei seinen Heimspielen ohnehin nicht mehr viele Zuschauer. Dass zu Saisonbeginn in Wiesbaden trotz erheblicher Bemühungen um Hygienekonzepte indes nicht mehr als50 Besucher zugelassen waren oder sind, macht sich dennoch auf der Einnahmeseite negativ bemerkbar. Fahrt- und Schiedsrichterkosten von zwei Hessenliga-, zwei Verbandsliga- und drei Gruppenliga-Mannschaftenschlagen dagegen erheblich zu Buche. Nun muss auch wieder unter Flutlicht gespielt und immer öfter auch unter Flutlicht trainiert werden. Mit den Sportplatz- und Klubheimeinnahmen unter den augenblicklichen Auflagen ist das alles nicht gegenzufinanzieren. Wir dürfen uns glücklich schätzen, einen treuen Kreis von Freunden und Gönnern zu haben, die sich über die Pandemie hinweg zu den Blauen bekennen und ihnen weiter unter die Arme greifen, obwohl natürlich zum Teil sie selbst wirtschaftlich unter der Situation zu leiden haben. Umso mehr gilt unsere Bitte, beispielsweise die Inserenten in dieser Vereinszeitung soweit wie möglich zu unterstützen.

Auch die Mitgliederversammlung ist dem Virus zum Opfer gefallen. Neuwahlen werden nun erst im nächsten Frühjahr stattfinden. Der aktuelle Vorstand ist unverändert im Amt, hat allerdings Nami Toksun und Michael Güthe zusätzlich als Verstärkung berufen. Eine Folge dieser Entwicklung am Rande: Horst Klee, seit 1971 im Amt, wird nun doch die 50 Jahre auf dem 02-Chefsessel vollmachen.

Versuchen wir trotz allem einen Blick auf das sportliche Geschehen. Der Beschluss des Hessischen Fußballverbandes, alle auf Relegationsplätzen liegende Teams aufsteigen und andererseits niemanden absteigen zu lassen, hat dafür gesorgt, dass die zweite Mannschaft der Blauen in die Kreis-Oberliga, die C-Jugend in die Hessenliga aufgestiegen ist und die A-Jugend auch in dieser Saison in der Hessenliga spielt. Das wollen die Verantwortlichen als Chance nutzen, unseren Nachwuchs zu fördern und im Wettbewerb mitstarken Widersachern leistungsmäßig nach vorn zu bringen.

Das Verbandsliga-Team ist trotz einer schwierigen Vorbereitung ordentlich in die Saison gestartet, hat sichmit dem 4:1 beim Türkischen SV und dem 2:0 im Finale über den FC Maroc den Kreispokal und die Teilnahme am Regionalpokal gesichert. Beeindruckend war vor allem das 2:2 zum Liga-Auftakt bei TuBa Pohlheim. Die Blauen hatten die herausragende Elf der Vorsaison, die nur wegen eines Punktabzugs nicht aufgestiegen ist, nach einem 0:2-Rückstand am Ende am Rande einer Niederlage. Erwartungen zu formulieren, fällt dennoch schwer. Das Niveau der Verbandsliga-Konkurrenz ist trotz teilweise spektakulärer Ergebnisse indes noch nicht einzuschätzen. Über dieser Saison stehen noch mehr Fragezeichen als sonst.

Die 02-Reserve hat im ersten Match der Kreis-Oberliga beim Gruppenliga-Absteiger Meso-Nassau (0:3) deutlich verloren. Das junge Team, das fast ausschließlich mit Eigengewächsen bestückt ist, wird lernen und sich in der neuen Umgebung akklimatisieren.

Lernen ist das aktuelle Stichwort. Wir werden allesamt aus der Situation mit ihren Herausforderungen lernen. Wir werden uns bewähren müssen und hoffen, dass wiram Ende gewachsen und gestärkt aus ihr hervorgehen.

Gehen wir einmal davon aus, dass wir uns alle noch oft gesund und sorglos auf dem Dyckerhoff-Sportfeld wiedersehen, um gemeinsam mit Freude die Spiele unserer Fußballer zu verfolgen.

Ihr und Euer
Heinz-Jürgen Hauzel, 2. Vorsitzender

hjh


Oktober 2020

Liebe Biebricher,
ein Monat ist erst gespielt – und noch ist es ein ganz eigenartiges Gefühl in dieser Saison. Die Ungewissheit, was wird, ob die Runde regulär zu Ende gespielt werden kann und wie die Ergebnisse gewertet werden, sorgt für völlig neue Motivationsmuster bei Aktiven und Zuschauern. Die Sorge, dass sich mancher vom organisierten Sport abwendet beziehungsweise nach der Corona-Pause nicht mehr zurückfindet, scheint nicht unbegründet. Auch langjährige Unterstützer, vor allem Anzeigenkunden der Vereinszeitung aus Einzelhandel und Gastronomie, treten kürzer. Meist nennen sie die angespannte Lage durch die Covid-Pandemie als Grund. Ob sie aber je zurückzugewinnen sein werden, ist noch nicht zu beantworten.

In dieser Situation werden die Vereine durch höhere Ausgaben noch zusätzlich belastet. Die Zahl der Flutlicht-Begegnungen und Werktagsspiele steigt. Und da sind die Schiedsrichterkosten höher als an Wochenenden. Mag die Maßnahme des Verbandes sinnvoll gewesen sein, um die Klubs dazu zu bewegen, möglichst selten in die Woche auszuweichen, gleicht sie jetzt einer Bestrafung von Unschuldigen. Schließlich wurden die Begegnungen vom Verband angesetzt. Zum Heimspiel gegen Cleeberg an einem Mittwoch brachten die Gäste verständlicherweise so gut wie keine Anhänger mit. Bei einem Spielbeginn um 20 Uhr wolltenauch viele Biebricher nicht mehr raus. Das Schiedsrichtergespann kostete 205 Euro, das Flutlicht brannte von Anfang an auf höchster Stufe. So wurde das Match bei knapp 40 zahlenden Besuchern ein Zuschussgeschäft.

Dabei machte es nicht nur bei diesem 8:1 Spaß, unseren Fußballern auf dem Platz zuzuschauen. In allen Ligen häufen sich torreiche Spiele mit kuriosen Ergebnissen. Einigermaßen verlässliche Prognosen scheinen unmöglich. Und wer wissen will, wie’s ausgeht und wie es zum Resultat gekommen ist, muss schon selbst auf den Platz kommen. Zumal die Spielberichte im Wiesbadener Kurier immer kürzer werden, manchmal sogar ganz ausfallen. Inzwischen sind auch die wunderbaren Bilder unseres Hoffotografen Udo Parker nur noch auf unserer Internetseite www.biebrich02.de zu sehen – oder in kleiner Auswahl in dieser Vereinszeitung. Fupa.net, das fußballerische Online-Portal des Kurier war nicht mehr bereit, Parker die ohnehin schon nicht üppige Aufwandsentschädigung für seine Bilderstrecken zu zahlen. Das Angebot, er könne ja ehrenamtlich für „Fupa“ fotografieren, lehnte er freundlich dankend ab. Fupa lebt ohnehin bei Livetickern von ehrenamtlichen Vereinsfunktionären. So von der Mitarbeit der 02er Klaus Tobies und Michael Lehmann, die den Ergebnisdienst eifrig und pflichtbewusst bedienen.

Die Biebricher Verbandsliga-Mannschaft spielt in dieser Runde unbestritten einen attraktiven Vorwärtsfußball. Von der Cleeberg-Partie einmal abgesehen, wurden die schön herausgespielten Chancen aber zu selten genutzt. Und das hat sich bislang regelmäßig gerächt. Dennoch sind wir mit Trainer Nazir Saridogan zuversichtlich, dass der Mut, verstärktauf die jungen Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen, langfristig belohnt wird.

Schnell hat sich die zweite Mannschaft als Aufsteiger in der Kreisoberliga etabliert. Schneller als es nach der 0:3-Niederlage zum Auftakt bei Mesopotamien/Nassau den Anschein hatte. Nach vier Siegen in Folge hätte es für das blutjunge Team von Orkan Yurtseven ums Haar sogar gegen den vor der Runde zum Favoritenkreis gezählten SV Erbenheim einen Dreier gegeben. Auch so stand nach Patzern in der Defensive am Ende aber immerhin ein 3:3. Das Durchschnittsalter der Erbenheimer lag bei 28,89, das der Blauen bei 20,18 Jahren. Das macht Hoffnung auf eine gute Zukunft. Haben auch Sie daran teil und unterstützen Sie unseren Weg.

Ihr und Euer
Heinz-Jürgen Hauzel, 2. Vorsitzender

hjh


Der neueste Hauzel

Oktober/November 2020

Liebe Biebricher, abwechslungsreiche, unterhaltsame Fußballspiele gibt’s derzeit auf dem Dyckerhoff-Sportfeld oft zu sehen. Spannender aber sind die Fragen, ob überhaupt jemand zuschauen darf oder nicht.

Sind 250 Sportplatz-Besucher zugelassen oder 100 oder, wie etwa am vergangenen Donnerstag in Schwanheim gar keiner. Das Spiel fand übrigens nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe statt. Die Blauen waren auch bereits von Corona-bedingten Ausfällen betroffen. Die Verbandsliga-Partie gegen Weyer soll am 4. November (20 Uhr) nachgeholt werden, das Match der Kreis-Oberliga beim TuS Nordenstadt am 5. November (19.30). Angesichts steigender Infizierten-Zahlen wachen indes auch die Befürchtungen, dass die Runde irgendwann wieder unterbrochen oder gar abgebrochen werden muss. Die Handballer des Bezirks Wiesbaden/Frankfurt haben die Spiele in ihrem Bereich schon vor dem Saisonstart fürs Erste ausgesetzt.

Der Biebricher Fußballverein sah sich gezwungen, alle in diesem Winter geplanten Hallenveranstaltungen abzusagen. Die traditionellen Jugendweihnachtsfeiern im Delp-Haus ebenso wie die beliebten Turniere für den Nachwuchs und den Nostalgiecup. Der Jugendausschuss will versuchen, die reservierten Hallenzeiten zu nutzen, dort die eigenen Teams mit internen Kicks zu beschäftigen.

Als hätten wir alle wegen der Pandemie nicht schon genug Ärger ist nun auch der seit längerem schwelende Streit mit den Nachbarn von der Waldstraße eskaliert. „Der FV Biebrich 02 hat sich entschlossen, ab sofort keine Spiele mehr gegen die SG Germania auszutragen. Dies betrifft auch Pflichtspiele – ausnehmen möchten wir davon Spiele in Klassen mit Auf- und Abstieg. Hier wollen wir nicht wegen unsportlichen Verhaltens angreifbar werden“, teilte Jugendleiter Hartmut Steindorf dem Kreisfußballausschuss und den anderen Vereinen schriftlich mit und erläuterte auch die Beweggründe, die wir hier in Auszügen wiedergeben: „Nachdem die Germania bereits vor drei Jahren eine komplette Mannschaft von uns übernommen hat (Jahrgang 2008, Abmeldungen aller Spieler am 29.6. ohne Vorankündigung, Übernahme des Trainers Nenad Begic) und im vorigen Sommer sieben Spieler unserer D3 (Jahrgang 2006/2007, Wechsel des Co-Trainers Karp) dorthin gewechseltsind, hat das unsportliche Verhalten des Germania-Jugendleiters Fraund nie für möglich gehaltene Dimensionen erreicht. Unser für die D1 vorgesehener Trainer Mutlu Güler hat am 27. Juni entgegen seiner vorherigen Zusage sein Traineramt in Biebrich niedergelegt, wurde kurzfristig von den Germania-Verantwortlichen Fraund und Leibold bearbeitet und hat am 29.Juni erklärt, den gleichen Jahrgang bei der Germania zu übernehmen und seinen Sohn dorthin mitzunehmen, alles soweit bis dahin legitim. Wenn dann aber Gülers gesamte Mannschaft (bis auf seinen Sohn) am 30. Juni bis 18.30 Uhr bei uns in Biebrich trainiert und dann – ohne Vorankündigung – anschließend alle Spieler abgemeldet werden, darf man sportliches Verhalten an der Waldstraße in Frage stellen. Bezeichnenderweise wurden fünf dieser Abmeldungen in der Zeit von 18.40 bis 18.55 Uhr online durch Herr Fraund vorgenommen. Wir mussten daraufhin in der neuen Saison eine D-Jugend aus dem Spielbetrieb zurückziehen. Das war leider noch nicht das Ende: Vor vier Wochen hat nun unser F2-Trainer Anatolij Blech seine Tätigkeit in Biebrich beendet (Jahrgang 2013). Eine Woche später hat Herr Blech den gleichen Jahrgang bei der Germania übernommen. Anschließend hat er überall angekündigt, dass er das gesamte Team mitnehmen werde. Er hat dann vor allem auch die sechs- und siebenjährigen Kinder direkt bearbeitet, nicht nur die Eltern... Am 15.Oktober hat mir Jugendleiter Fraund in einem kurzen Gespräch mitgeteilt, dass sowohl der 1. Vorsitzende der Germania wie auch weitere maßgebliche Jugendtrainer seine Auffassung teilen. Eine halbe Stunde später hat er drei weitere Kinder des 2013er Jahrgangs bei uns abgemeldet.“

Soweit die Erklärung von Hartmut Steindorf. Der geschilderte Vorgang wirft ein bezeichnendes Licht auf einen sich immer deutlicher abzeichnenden Kulturwandel in unserem Sport. Wenn Funktionäre nicht davor zurückschrecken, selbst in den untersten Jahrgangsstufen mit solchen Methoden zu arbeiten, machen sie sich keine Gedanken über ihre eigentliche Aufgabe, zu der an vorderster Stelle die Charakterbildung der jungen Fußballer gehört.

Ihr und Euer
Heinz-Jürgen Hauzel, 2. Vorsitzender

hjh


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