Blue Boyz und Girlz FV Biebrich 02
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Die Erste Mannschaft des FV Biebrich 02 - Spielberichte Verbandsliga Hessen Mitte 2017/18

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Die Erste Mannschaft des FV Biebrich 02 - Spielberichte Verbandsliga Hessen Mitte 2016/17

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1. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC 1931 Eddersheim 1:1 (1:1) - 06. 08. 2017

Guroks Kracher reicht nicht

FV BIEBRICH 02 +++ Saridogan-Team lässt beim 1:1 gegen Eddersheim etliche Chancen liegen

Wiesbaden. Hitzige erste, taktisch geprägte zweite Hälfte: Am Ende hieß es zwischen den Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 und FC Eddersheim 1:1. „Wir haben zwei Punkte liegen gelassen, wenn man den Aufwand sieht, den wir betrieben haben. Das war schade, denn die Möglichkeiten waren bei gefühlten 65 Prozent Ballbesitz allemal vorhanden. Aber ich bin null unzufrieden, weil wir insgesamt ein gutes Spiel gemacht haben“, filterte 02-Coach Nazir Saridogan Positives heraus.

Orkun Zer scheitert an Teufelskerl Pero Miletic

Die Partie hatte mit einem frühen Paukenschlag begonnen, als Biebrichs Pressing sofort Früchte trug. Sebastian Gurok erkämpfte sich die Kugel. Alle rechneten mit einer Hereingabe, doch der Mittelfeldspieler zog aus halbrechter Position ab, traf herrlich in den Winkel. Die 02er setzten beherzt nach. Beim Flugkopfball von Kapitän Orkun Zer (12.) musste FCE-Keeper Pero Miletic sein ganzes Können aufbieten, um noch heranzukommen. Auch bei Zers Direktabnahme aus der Distanz war der frühere Hessenliga-Schlussmann des SV Wiesbaden auf dem Posten. Die Kopfball-Möglichkeit von Moritz Christ, dem aufgerückten Abwehr-Center der Blauen, untermauerte die Vorteile der Heimelf.

Umso überraschender fiel der Ausgleich. Eddersheims Hendrik Dechert setzte kurz nach der Mittellinie zum Schuss an. Per Bogenlampe senkte sich das Spielgerät zum Entsetzen des verdutzten 02-Schlussmanns Dennis Rothenbächer ins Netz (43.). Kurz darauf keimten beim Pausengang in die Kabine Emotionen auf. Aber in der Folge beruhigten sich die Gemüter. Direkt nach Wiederbeginn konnte sich Rothenbächer gegen Dechert auszeichnen. Anschließend waren die Biebricher bei Gelegenheiten durch Zer und Saki Nakos (Kopfball) wieder an der Reihe.

„In der zweiten Halbzeit lag das Augenmerk mehr darauf, keine Fehler zu machen. Wäre uns in der ersten Hälfte das 2:0 gelungen, hätten wir das Ding sicher gewonnen. Auf jeden Fall haben zwei richtig gute Teams gegeneinander gespielt“, urteilte Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ. Wobei kurz vor Schluss das Happy End für die 02er in der Luft lag.

Benjamin Zecovic vergibt finale Großchancen

Der eingewechselte Youngster Benjamin Zecovic kam frei vor Miletic zum Schuss, zeigte aber Nerven im Abschluss. „Ich weiß nicht, wie Pero die beiden Dinger noch rausgeholt hat. Und dann bekommen wir ein dummes Gegentor. Im Großen und Ganzen war das aber in Ordnung. Die Eddersheimer haben ja eingekauft und wollen nach oben. Wir haben auf jeden Fall ein Zeichen für die Liga gesetzt und gezeigt, dass man uns erst einmal schlagen muss“, gab Orkun Zer zu Protokoll.

Derweil herrscht bei 02-Neuzugang Michael Seidelmann Klarheit über die Ursache der mysteriösen, seit Wochen anhaltenden Schwellung im linken Knie. Es handele sich, so Malte Christ, um eine Falte im Schleimbeutel. Das Ganze könne mit einem kleinen Eingriff beseitigt werden. Wenn alles gut geht, kann der Linksfuß in etwa zwei Wochen das Training wieder aufnehmen. Davon abgesehen folgt nun am Sonntag der Auftritt beim FSV Fernwald, der im Duell der Aufsteiger 6:0 in Kinzenbach siegte.

FV Biebrich 02: De. Rothenbächer – Tasdelen, Mo. Christ, Schug, Rivera – Amoako, J. Gerwalt (71. Hernandez) – Gurok, Bauschke, Nakos (81. Kunert) – O. Zer (85. Zecovic).

Tore: 1:0 Gurok (6.). 1:1 Dechert (43.). – SR: Bengelsdorff (Marburg). – Zuschauer: 150.

WT, 07. 08. 2017


2. Spieltag

FSV 1926 Fernwald - FV Biebrich 02 5:1 (3:0) - 13. 08. 2017

Wieder ein Offensivfeuerwerk

VERBANDSLIGA MITTE: +++ Klarer Sieg gegen Biebrich auch in der Höhe verdient / Felix Erben glänzt als Vorbereiter / Buycks verletzt +++

FERNWALD (bir) Die Tormaschine des FSV Fernwald läuft weiter auf Hochtouren. Dem 6:0 zum Saisonstart der Verbandsliga Mitte bei der SG Kinzenbach folgte gestern ein 5:1 (3:0)-Erfolg gegegn den FV Biebrich 02.

FSV Fernwald - Biebrich 5:1

Und der Dreier war ebenso eindeutig und verdient wie eine Woche zuvor im Aufsteigerduell. FSV-Trainer Roger Reitschmidt hatte die Taktik ausgegeben, abzuwarten und den Gegner zunächst kommen zu lassen. Das Rezept ging voll auf, denn fast alle Treffer fielen nach Gegenstößen.

„Wir haben den Gegner klar beherrscht und die Bälle genau in die Schnittstellen gespielt“, sah sich Reitschmidt bestätigt. Und Spieler, die Treffer erzielen können, hat der Aufsteiger ja. Wenn auch Felix Erben diesmal nicht am Torefestival beteiligt war, so glänzte der sonstige Goalgetter diesmal mit gekonnten Anspielen. So beim 1:0 (13.) und 4:0 (53.) durch Brian Mukasa.

Dazwischen verwandelte Neuzugang Kevin Bartheld einen Foulelfmeter zum 2:0 (15.), nachdem Denis Weinecker im Biebricher Strafraum gefoult worden war. Das 3:0 besorgte der Kroate Silvio Penava, der bei einem Konter über Weinecker nur noch den Fuß hinhalten musste.

Der gefürchtete langjährige Biebricher Torjäger Orkun Zer war in der FSV-Deckung gut abgeschirmt und vergab dazu noch einen Elfmeter. Bei einer Faustabwehr von Florian Säglitz soll der FSV-Keeper in der 25. Minute Zer gefoult haben, korrigierte aber die umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters, indem er den Strafstoß und auch den Nachschuss meisterte.

Zer war aber doch noch beim Ehrentreffer zum 1:4 (62.) erfolgreich, als er einen Freistoß direkt verwandelte. Auch Weinecker trug sich noch in die Torschützenliste des zweiten Spieltags ein, als er einen Foulelfmeter verwandelte. Diesmal war Felix Erben gefoult worden.

Dass Weinecker, Mukasa und Felix Erben noch gut ein halbes Dutzend Torchancen vergeben hatten, unterstreicht die klare Überlegenheit der Fernwälder, die nun mit einem imposantem Torverhältnis als Aufsteiger die Tabelle anführen.

Die Freude darüber wurde etwas dadurch getrübt, dass Kevin Buycks mit Verdacht auf eine Achillessehnenverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

FSV Fernwald: Säglitz - Richardt, Simon, D. Erben, Kusebauch - Mukasa (60. Kücükkaplan), Penava (46. Buycks, 78. Bender), Bartheld, Szymanski, Weinecker - F. Erben.

FV Biebrich 02: Rothenbächer - Christ, Bauschke (60. Zecovic), Schug, Gurok - Tasdelen, Gerwalt, Amoako (45. Kunert), Rivera, Nakos (71. Hernandez) - Zer.

Tore: 1:0 (13.) Mukasa, 2:0 (15.) Bartheld (Foulelfmeter), 3:0 (33.) Penava, 4:0 (53.) Mukasa, 4:1 (62.) Zer, 5:1 (67.) Weinecker (Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Dücker (Nüstal) - Zuschauer: 250

fupa, 13. 08. 2017


Biebrich 02: Ernüchternde 1:5-Niederlage bei starkem Aufsteiger FSV Fernwald

FERNWALD - (nn). Die Zuversicht im Vorfeld war groß, das Ergebnis ernüchternd: Mit 1:5 unterlagen die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 beim bärenstarken Aufsteiger FSV Fernwald. 02-Coach Nazir Saridogan bekannte ohne Wenn und Aber: „Das Ergebnis ist auch in dieser Höhe für Fernwald verdient. Wir haben dem Gegner hinten zu leichtfertig die Räume gelassen. Im Grunde hätten wir bei allen Gegentoren durch mehr Wachsamkeit Schlimmeres verhindern können.“

Orkun Zer lässt Elfmeterchance aus

Obwohl der Naturrasen der Gastgeber wie ein Golf-Grün wirkte, empfing der Aufsteiger die Gäste auf dem angrenzenden Kunstrasen. Auf diesem Belag fühlte sich Fernwald offenkundig richtig wohl. Bereits in der 12. Minute stand Brian Mukasa nach einem Vorstoß über die linke Seite in der Mitte goldrichtig, vollendete zum 1:0. Die Biebricher hatten den Treffer noch nicht verdaut, da unterlief ihnen im Aufbau ein Fehler. Abwehr-Center David Schug wollte ihn ausbügeln, traf im Strafraum Ball und Gegenspieler. Den folgenden Strafstoß nutzte Kevin Bartheld zum 2:0. „Den Elfmeter kann man absolut geben“, räumte Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ ein.

Überhaupt kamen die Gäste in der Regel einen Tick zu spät, schalteten nicht schnell genug um. Einzig in der 30. Minute, als Stürmer Orkun Zer, im Luftduell gecheckt wurde und der Referee erneut auf den Punkt zeigte, keimte Hoffnung auf. Zer schnappte sich die Kugel, zielte aber nicht platziert genug ins rechte Eck. Keeper Florian Säglitz war zur Stelle und parierte. Dafür klingelte es ein weiteres Mal auf der anderen Seite. Zunächst kam Gäste-Torwart Dennis Rothenbächer noch heran, doch im zweiten Versuch schweißte Silvio Penava ein – die Formation des früheren Hessenligisten hatte den „Blauen“ zur Pause mit Effektivität Grenzen aufgezeigt.

Auch im zweiten Abschnitt gelang es den Biebrichern nicht mehr, „den Schalter umzulegen“, musste Saridogan feststellen. Im Bemühen, Patzer wettzumachen, fehlte die notwendige Ruhe. Zudem war Mukasa, der noch einen Kopfball an den Querbalken setzte (48.), nie auszuschalten. Orkun Zers Freistoßtreffer blieb am Ende Kosmetik. „In der Defensive habe ich uns lange nicht mehr so schlecht gesehen. Wären wir nur annähernd an die Form beim 1:1 gegen Eddersheim herangekommen, hätten wir sicher nicht so hoch verloren“, ergänzte Christ.

In Kinzenbach den ersten Dreier landen

So aber sorgte ein kollektiver Blackout für einen Dämpfer, mit dem in dieser Form keiner gerechnet hatte. Am Sonntag gilt es nun bei Aufsteiger SG Kinzenbach, im dritten Anlauf den erster Dreier einzufahren. Andernfalls droht den 02ern vor dem nachfolgenden spielfreien Wochenende ein ähnlicher Fehlstart wie im vergangenen Jahr.

Biebrich 02: De. Rothenbächer – Tasdelen, Schug, Mo. Christ, Rivera – J. Gerwalt, Amoako (46. Kunert) – Gurok, Bauschke (60. Zecovic), Nakos (73. Hernandez) – O. Zer.

Tore: 1:0 Mukasa (12.), 2:0 Bartheld (14./Foulelfmeter), 3:0 Penava (35.), 4:0 Mukasa (53.), 4:1 Zer (62.), 5:1 Weinecker (68./Foulelfmeter). – SR: Dücker (TSG Mackenzell). – Zuschauer: 150.

WT, 14. 08. 2017


3. Spieltag

SG Kinzenbach 1955 - FV Biebrich 02 2:2 (0:0) - 20. 08. 2017

In der Nachspielzeit den Sieg entrissen

BIEBRICH 02: „Blaue“ nach fragwürdigem Handelfmeter nur 2:2 in Kinzenbach +++ Zers Doppelpack

Kinzenbach. Die zweite bittere Pille in Folge für die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02. Im Vergleich zum 1:5 in Fernwald eine, die das Team in der Nachspielzeit schlucken musste. Nico Hernandez schlitterte im Strafraum in Richtung Ball, berührte ihn irgendwie kurz am Oberarm. Das genügte, um dem Referee in allerletzter Sekunde einen Handelfmeter-Pfiff zu entlocken. 02-Coach Nazir Saridogan versuchte alles, tauschte den Torwart, brachte Paul Kissler für Dennis Rothenbächer. Was Ufuk Ersentürk von Gastgeber SG Kinzenbach nicht davon abhielt, zum 2:2-Endstand zu verwandeln. Danach folgte sofort der Abpfiff, der die SG-Fans jubeln und die 02er frustriert vom Platz schleichen ließ.

Keinerlei Absicht bei Nico Hernandez erkennbar

„Nico rutscht mit dem Arm am Körper rein“, empfand Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ die finale Entscheidung des Unparteiischen als höchst fragwürdig. Der Spielleiter habe sich letztlich von der heißblütigen Kulisse beeindrucken lassen, mutmaßte Christ nach dem Schlussakkord, der zudem mit einer Ampelkarte gegen Hernandez garniert war. Wodurch der Ex-Niedernhausener für das nächste Punktspiel gesperrt ist.

Dabei deutete in der Endphase alles auf den ersten Saisonsieg der 02er. Die ohne den verletzten Mittelfeld-Einfädler Sebastian Bauschke angetretenen „Blauen“ wirkten in der Defensive weitaus stabiler, gerieten dennoch im zweiten Abschnitt zunächst in Rückstand, als Kinzenbach aus heiterem Himmel mit einem Drehschuss erfolgreich war. Die 02er steckten es weg. Der eingewechselte Saki Nakos setzte Orkun Zer in Szene, der zum 1:1 verwandelte. Mehr noch: Zers zweiter Treffer in der 90. Minute – von Julian Gerwalt und Sebastian Gurok wunderbar vorbereitet – schien die Entscheidung zu bringen. Ehe der Schiedsrichter für die Zugabe in Form einer sechsminütigen Nachspielzeit mit dem ominösen Strafstoß sorgte.

Saridogan: Gutes Gefühl aufgrund starker Leistung

„Das ist bitter, das tut weh. Aber trotzdem bleibt aus unserer Sicht ein gutes Gefühl. Wir haben hinten fast nichts zugelassen, sind die zweite Halbzeit mit Leidenschaft und hoher Laufbereitschaft angegangen. Letztlich haben wir es in den letzten Minuten nur nicht verstanden, einen der hohen Kinzenbacher Bälle vorzeitig zu klären“, sagte Trainer Nazir Saridogan.

Am Mosburgfest-Wochenende ist seine Mannschaft nun spielfrei, um danach am 3. September beim TuS Dietkirchen erneut auswärts anzutreten. Erst am 9. September steigt gegen Dorndorf das zweite Heimspiel.

FV Biebrich 02: De. Rothenbächer (90. Kissler) – Hernandez, Mo. Christ, Schug, Rivera – Rodwald, Amoako – Kunert (82. J. Gerwalt), O. Zer, Gurok – Zecovic (59. Zecovic).

Tore: 1:0 Helm (67.), 1:1, 1:2 Zer (73./90.), 2:2 Ersentürk (90.+6/Handelfmeter). – SR: Losinski (Immenhausen). – Zuschauer: 80. – Gelb-Rot: Hernandez (90.+5).

WT, 21. 08. 2017


Ersentürk behält vom Punkt die Nerven

VERBANDSLIGA Strafstoßtor in der 95. Minute rettet Kinzenbach einen Punkt / Hektische Schlussphase

KINZENBACH - (thos). Bis Mitte der zweiten Halbzeit boten die SG Kinzenbach und der FV Biebrich 02 unspektakulären Verbandsliga-Fußball, was die Anzahl der klaren Einschussmöglichkeiten anbelangt. Die nämlich gab es bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu notieren. Dann nahm die Partie mit vier Treffern und einer hektischen Schlussphase deutlich an Fahrt auf. Mit der letzten Aktion sicherte Ufuk Ersentürk den Kinzenbachem durch seinen verwandelten Handelfmeter zum 2:2-Endstand den ersten Zähler in dieser noch jungen Saison.

SG Kinzenbach - FV Biebrich 2:2

"Das Unentschieden haben wir uns mehr als verdient, meine Jungs gehen mit einem Lächeln vom Platz", freute sich Coach Andre Weinecker in seinem Fazit darüber, im dritten Anlauf die Null auf dem Punktekonto ausradiert zu haben. Der 33-Jährige attestierte seiner Elf im Vergleich zur 0:2-Niederlage in der Vorwoche bei den SF/BG Marburg eine erneute Leistungssteigerung und sah sie einen Tick näher am Sieg als die Wiesbadener. Ansichtssache: Es war in jedem Fall ein Match auf Messers Schneide, das sich die beiden Teams lieferten.

Augenscheinlich war im ersten Durchgang zum einen, dass die Kinzenbacher Defensive um das Innenverteidiger-Duo Dominik Zeller und Patrick Werner die Biebricher Offensive um Goalgetter Orkun Zer jederzeit im Griff hatte. Zum anderen wirkte der Aufsteiger in seinen Offensivbemühungen aber nicht zwingend genug. Bisweilen trafen Steffen Spottka und Co auch die falschen Entscheidungen, suchten überhastet den Abschluss oder verpassten das Zuspiel auf den vielversprechend postierten Nebenmann.

Ähnlich entwickelte sich das Geschehen nach Wiederbeginn. Das 1:0 in der 67. Minute von Marvin Helm deutete sich nicht wirklich an. Nach einem weiten Freistoß von Zeller aus der eigenen Hälfte kam Helm an der Strafraumkante an die Kugel, drehte sich und beförderte das Leder flach ins Eck zur Kinzenbacher Führung. Die währte jedoch lediglich sechs Zeigerumdrehungen. Im Anschluss an einen Fehlpass von Marius Werner reagierte der eingewechselte Athanasiois Nakos blitzschnell und bediente Torjäger Zer, der den Ausgleich besorgte.

Die SG haderte mit dem Gegentreffer - und nicht nur einmal mit dem Schiedsrichter. Insbesondere in der 88. Minute, als David Schug und Kapitän Spottka 20 Meter vor dem Gästegehäuse kollidierten. Eine knifflige Szene, die der Unparteiische nicht als Notbremse des Biebrichers wertete, stattdessen ließ er weiter laufen. Die Kinzenbacher echauffierten sich über den ausgebliebenen Pfiff und zeigten sich in der Rückwärtsbewegung unkonzentriert. "Da waren wir ungeordnet, das darf natürlich nicht passieren", ärgerte sich Trainer Weinecker über das daraus resultierende Tor zum 2:1 für Biebrich, das erneut Zer markierte (90.). Die SG steckte nicht auf und wurde für diese Moral belohnt. In der dritten Minute der Nachspielzeit wehrte Biebrichs Hernandez den Versuch von Helm im Liegen mit der Hand ab. Hernandez brachte diese Aktion die Ampelkarte und Biebrichs Ersatzkeeper Paul Kissler einen nur sekundenlangen Kurzeinsatz ein. Einerlei, ob Kissler ein Elfmeterkiller ist oder um die Ausführung zu verzögern und damit Schütze Ersentürk zu verunsichern, beorderte FV-Coach Nazir Saridogan seine Nummer zwei zwischen die Pfosten. Nützen sollte es nichts, denn Ersentürk verwandelte sicher zur Punkteteilung (95.).

SG Kinzenbach: Zörb - Mohr, P. Werner, Zeller, M. Werner - Riske, Vural - Helm, Ersentürk, Spottka - Rennert.

FV Biebrich 02: Rothenbächer (90.+4 Kissler) -Hernandez, Schug, Christ, Gurok - Kunert (88. Gerwalt), Amoako, Rodwald, Rivera - O. Zer, Zecovic (59. Nakos).

Tore: 1:0 Helm (67.), 1:1, 1:2 O. Zer (73., 90.), 2:2 Ersentürk (90.+5). - Schiedsrichter: Losinski (Immenhausen). - Gelb-rote Karte: Hernandez (90.+3/Biebrich). - Gelbe Karten: Vural, Riske, Mohr, P. Werner/ Zecovic, Rivera, O. Zer. - Zuschauer: 100.

GA, 20. 08. 2017


4. Spieltag

Der FV Biebrich 02 ist spielfrei - 27. 08. 2017


5. Spieltag

TuS Dietkirchen 1911 - FV Biebrich 02 1:2 (0:0) - 03. 09. 2017

Rothenbächer rettet Premieren-Dreier

BIEBRICH 02: Schlussmann pariert beim 2:1 in Dietkirchen Elfmeter +++ Traumtor von Orkun Zer

Dietkirchen. Es ist vollbracht: Mit dem 2:1 (0:0) beim bisherigen Vierten TuS Dietkirchen tüteten die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 den ersten Dreier ein. Nach nervenaufreibenden 90 Minuten plus fünf Minuten Nachspielzeit. „Auf einfache Art und Weise können wir offenbar nicht gewinnen. So ist es aber umso schöner“, zeigte sich 02-Chefcoach Nazir Saridogan ebenso erleichtert wie der Sportliche Leiter Malte Christ. Es war ein Thriller mit zwei Strafstößen und finaler Zitterpartie, in der letztlich 02-Torwart Dennis Rothenbächer zum Matchwinner avancierte.

Dabei sah es nach der Pause nach einem glatten 02-Erfolg aus. Sebastian Gurok tanzte drei Mann aus, legte perfekt für den 1:0-Schützen Derrick Amoako auf. Und es kam noch besser. Im Anschluss an einen kurz ausgeführten Freistoß in der Nähe der Eckfahne, zog Orkun Zer mit Ball in Richtung Strafraumeck, schweißte von dort traumhaft im Giebel ein (64.). Und hätte fast das 3:0 erzielt. Doch vom Innenpfosten kullerte der Ball die Linie entlang, fand nicht den Weg ins Ziel (75.). Drei Minuten später deutete der Referee nach angeblichen Foul von Camilo Rivera (Christ: „Er hat klar den Ball gespielt.“) auf den Punkt. Maximilian Zuckrigl versenkte und Dietkirchen witterte – angefeuert vom aufgewachten Publikum – Morgenluft. Als der Gegenspieler von Moritz Christ nach bereits abgeschlossener Abwehraktion noch einen Schrei losließ, gab es erneut Elfmeter. Wiederum lief Zuckrigl an, schoss nach links. Doch Rothenbächer war zur Stelle, wehrte großartig ab. Aus Sicht der Gäste ausgleichende Gerechtigkeit für eine unberechtigte Entscheidung.

Am Ende siegten die 02er verdient, obwohl Robin Dankof, der Ex-Wehener im TuS-Trikot, vor der Pause an Rothenbächer gescheitert war, zudem den Pfosten getroffen hatte (45.). "Wir haben heute personell aus dem letzten Loch gepfiffen, aber dennoch Moral gezeigt und nach dem Rückstand alles in die Wagschale geworfen", analysierte Dietkirchen Coach Thorsten Wörsdörfer nach dem Schlusspfiff.

Biebrich 02: De. Rothenbächer – Tasdelen, Schug, Mo. Christ, Rivera – J. Rodwald, Amoako – Kunert (90. Bicer), Bauschke (63. J. Gerwalt), Gurok (88. Nakamura) – O. Zer.

Tore: 0:1 Amoako (57.), 0:2 Zer (64.), 1:2 Zuckrigl (78./Elfmeter). – SR: Baumann (Fernwald). – Zuschauer: 80. – BV: Zuckriegl verschießt FE (85.).

WT, 04. 09. 2017


6. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC Schwarz-Weiß Dorndorf 1921 3:1 (1:0) - 09. 09. 2017

Orkun Zer nutzt seine einzige Chance

BIEBRICH 02 +++ Goalgetter trifft unmittelbar vor Auswechslung +++ Schmeichelhaftes 3:1 über Dorndorf

Wiesbaden. Die 75. Minute: Einige Tribünenbesucher rätseln, ob Orkun Zer überhaupt schon Ballkontakte hatte, während Willi Peuckmann, Fußball-Koryphäe von Biebrich 02 aus früheren Glanzzeiten, parallel einen Zer-Treffer ankündigt. Unten trifft 02-Chefcoach Nazir Saridogan Vorbereitungen für einen Wechsel. Er will Torjäger Zer rausnehmen, lässt ihn aber noch im Spiel, als die Heimelf einen Freistoß auf der rechten Seite erhält. Den gibt Julian Gerwalt herein, Zer hält den rechten Fuß hin und es heißt 2:1 im umkämpften Verbandsliga-Duell mit dem FC Dorndorf. Sebastian Guroks spätes 3:1 bringt den Endstand.

Der so gar keine Zufriedenheit bei Horst Klee hervorruft. „Drei Punkte, aber ein Spiel zum Vergessen“, schimpft der Clubboss angesichts von Schwächen in allein Teambereichen. Zer eilt herbei und versucht, zu besänftigen. „Lachen Sie doch mal, Herr Klee“, grinst der Stürmer im Wissen, dass die Kritik des Vorsitzenden nur allzu berechtigt ist.

Wo doch die Gäste dem 2:2 mehrfach nahe waren, Abdullah Tasdelen auf der Torlinie retten musste (84.). „Dorndorf war spielerisch stärker. Wir haben zu wenig über Außen gespielt, sind bei Standards ins Schwimmen geraten“, bekannte Saridogan. Und doch gab es Positives: Etwa die ordentliche Vorstellung des japanischen Dribblers Rikuya Nakamura und aus Zers Sicht der Aspekt, dass er mit seinem Bruder Volkan nun mit 153 Toren als 02-Rekordtorschütze gleichgezogen hat. Bitter aber: Abwehrchef und Kapitän David Schug schied mit Oberschenkelblessur aus.

Biebrich 02: D. Rothenbächer – Tasdelen, Mo. Christ, Schug (54. Hernandez), Rivera – Rodwald (64. J. Gerwalt), Amoako – Nakamura, Bauschke, Gurok – O. Zer (77. Zecovic).

Tore: 1:0 Amoako (45.), 1:1 Kap (72.), 2:1 Zer (75.), 3:1 Gurok (90.+3). – SR: Ballweg (Pfungstadt). – Zuschauer: 120.

WT, 11. 09. 2017


FC Dorndorf unterliegt unglücklich gegen Biebrich

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – frei nach dem Hollywood-Klassiker ist Fußball-Verbandsligisten FC Dorndorf erneut mit einer vermeidbaren Niederlage heimgekehrt, obwohl die Mannschaft auch beim Gastspiel in Biebrich keine schlechte Leistung gezeigt hatte. Was fehlte, war wieder einmal das berühmte Quäntchen Glück. Wie dem auch sei: Die Mannschaft von Marc Schilling ist jetzt Tabellenletzter.

FV Biebrich 02 – FC Dorndorf 3:1 (1:0)

Der Dorndorfer Elf gelang in der Anfangsphase einige vielversprechende Ansätze. Christian Groß vergab die größte Chance zur Führung, aber er bekam nach schönem Doppelpass mit Martin Wilk das Leder nicht unter Kontrolle (28.).

Zuvor hatte Niklas Kremer in höchster Not gegen den heranstürmenden Nakamura gerettet (14.). Allmählich erarbeiteten sich die Biebricher dann mehr Spielanteile, doch die schwarz-weiße Abwehr stand gut und ließ nicht viel zu.

Vorne ackerten Martin Wilk und Jonathan Kap, doch spätestens 20 Meter vor dem gegnerischen Tor versandeten die Bemühungen um einen Torerfolg. Der FVB kam noch zu zwei gefährlichen Kopfbällen durch Amoako (42./44.), ehe der Biebricher bei einer gut getimten Flanke von links am höchsten stieg und Niklas Kremer mit seinem präzisen Kopfball keine Chance ließ (45.). 1:0 – Halbzeit.

In der zweiten Hälfte hatten nun die Schwarz-Weißen etwas mehr vom Spiel. Die Gastgeber verwalteten den Vorsprung, nur Amoako stand kurz vor einem Torerfolg, als er eine scharfe Hereingabe von rechts knapp verpasste (60.). Etwas überraschend fiel dann der Ausgleich.

Christian Groß zirkelte einen Eckball auf Jonathan Kap, der in Klasse-Manier und volley das Leder im Kasten versenkte (70.). Doch schon im direkten Gegenzug kam die Ernüchterung. David Schug schaltete (71.) am schnellsten und brachte Biebrich wieder in Front. Hätte dann der nach vorne geeilte Lukas Fries getroffen, wäre das das verdiente Remis gewesen. Aber ein FV-Verteidiger hatte auf der Torlinie geklärt (80.).

FC-Coach Schilling setzte alles auf eine Karte, brachte mit Philipp Röder und Mohammed Katzerooni frische Kräfte. Doch außer einer Einzelleistung Katzeroonis sprang nichts mehr heraus. Mit dem Schlusspfiff fiel dann gar noch der dritte Treffer für die Mannen um Nazir Saridogan. (lah)

Biebrich: Rothenbächer, Nakamura, Tasdelen, Christ, Rodwald (63. Gerwalt), Bauschke (74. Zecovic), Gurok, Schug, Zer, Rivera, Amoako

Dorndorf: Kremer, Kunz, Schneider (81. Katzerooni), M. Groß, Chr. Groß, Fries, Blättel, Wilk (81. Röder), Kap, Mansur, Geie (70. Kilic)

Tore: 1:0 Amoako (45.), 1:1 Kap (70.), 2:1 Schug (71.), 3:1 Christ (90.+1)

Schiedsrichter: Ballweg (Zwingenberg)

Zuschauer: 150.

NNP, 11. 09. 2017


7. Spieltag

FC Germania 06 Schwanheim - FV Biebrich 02 1:1 (1:0) - 17. 09. 2017

Starke zweite Hälfte reicht nicht zum Sieg

BIEBRICH 02: Nur 1:1 bei Germania Schwanheim +++ Christ vermisst Kompaktheit über 90 Minuten +++ Zer trifft

Schwanheim. Einen Punkt eingefahren, aber letztlich zwei Zähler liegen gelassen. Das ist die Erkenntnis beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nach dem 1:1 bei Germania Schwanheim. „In der zweiten Halbzeit waren wir ganz klar die bessere Mannschaft. Mit diesem Niveau in beiden Hälften hätten wir sicherlich gewonnen“, vermisst der Sportliche Leiter Malte Christ Kompaktheit und Konzentration über 90 Minuten.

Verhängnisvoller Fehlpass im Aufbau begünstigt 1:0

Ein verhängnisvoller Fehlpass im Aufbau hatte Schwanheim zur Führung verholfen. Der folgende Schuss von Jan Uth prallte von der Lattenunterkante hinter die Linie (10.). Die 02er schalteten sogleich den Vorwärtsgang ein. Julian Gerwalt und Abdullah Tasdelen scheiterten jedoch am Keeper. Zudem blieb bei der Einzelleistung von Christian Kunert der krönende Abschluss aus. Und bei Sebastian Bauschke auch der aus Biebricher Sicht eigentlich fällige Handelfmeter-Pfiff. „Beide Hände des Abwehrspielers waren rechts draußen. Wenn das keine Vergrößerung der Fläche ist, weiß ich es auch nicht“, meinte Christ.

Abwehrchef David Schug leitet Ausgleich ein

Im zweiten Durchgang leitete der von einer Oberschenkelblessur genesene David Schug mit einem Pass auf die rechte Seite den Ausgleich ein. Kunert nahm an, legte für Orkun Zer auf, der ausglich und nun mit 154 Treffern Biebrichs Rekordtorschütze ist. Er hätte seine Bilanz bei zwei aussichtsreichen Szenen gar noch ausbauen können. Auf der anderen Seite schnupperten die Schwanheimer bei einem Freistoß, der an den Querbalken klatschte, am Siegtor. "Aufgrund unserer Personalsituation sind wir mit dem Punkt zufrieden auch Im Rückblick auf die Partie in Fernwald. Unsere Jungs haben heute gezeigt, dass sie in der Klasse mithalten können, was auch mental sehr wichtig für sie war", zeigt sich der Schwanheimer Trainer Tomas Pelayo zufrieden mit der gezeigten Leistung.

Mit Blick auf das Spiel gegen den Rangzweiten SV Zeilsheim (So., 15 Uhr), der Fernwald mit 5:1 abfertigte, müssen die 02er nun zulegen. Ein Match, das zum Wegweiser wird. Mit einem Erfolg gelänge der Sprung in die obere Tabellenhälfte. Andernfalls würde das Team im unteren Bereich Wurzeln schlagen.

Biebrich 02: Kissler – Tasdelen (76. Hernandez), Schug, Mo. Christ, Rivera (69. Nakamura) – J. Gerwalt, Amoako (82. Zecovic) – Kunert, Bauschke, Gurok – O. Zer.

Tore: 1:0 Uth (10.), 1:1 Zer (56.). – SR: Koc (Weiterstadt). – Zu.: 100. – Gelb-Rot: Baltes (82./Schwanheim).

WT, 18. 09. 2017


8. Spieltag

FV Biebrich 02 - SV 1919 Zeilsheim 1:1 (1:1) - 24. 09. 2017

"Glücklich über Leistung des Teams"

Biebrich 02: Dickes Lob von Trainer Saridogan nach 1:1 gegen Aufstiegskandidat SV Zeilsheim +++ Keeper Kissler glänzt

Wiesbaden. Es reichte gegen den SV Zeilsheim letztlich nur zum 1:1, doch Nazir Saridogan, Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, war „glücklich über die Leistung der Mannschaft“. Die hatte den Vizemeister der vergangenen Runde mehrfach in arge Verlegenheit gebracht. „Über 90 Minuten gesehen waren wir näher am Sieg dran, haben sehr guten Fußball gespielt“, lobte Saridogan seine Elf, während Gäste-Trainer Sascha Amstätter keine Bestnoten verteilen wollen: „Wir konnten nicht an die Leistung vom 5:1 über Fernwald anknüpfen. Diese Leistung hat nicht für einen Sieg gereicht.“

Orkun Zer trifft und touchiert den Ball beim Ausgleich

Es entwickelte sich ein packendes Spiel vor schmaler 100-Zuschauer-Kulisse, in dem die 02er einen blendenden Start erwischten. Die Hereingabe von Camilo Rivera ließ der Japaner Rikuya Nahamura clever durch die Beine zu Orkun Zer passieren, der sogleich einschweißte (13.). Sieben Minuten später zog Rivera von der Torlinie in Richtung Gäste-Gehäuse, scheiterte aber an Keeper Dominik Reining, der den Ball an den Pfosten lenkte (20.). Kurz darauf vergab Derrick Amoako eine weitere Biebricher Chance (21.), ehe Zeilsheim seine erste Gelegenheit per Freistoß zum Ausgleich nutzte (22.). Orkun Zer wollte in dieser Szene am eigenen Fünfer absichern, touchierte den Ball unglücklich. Nico Hernandez und Sebastian Bauschke ließen in der Folge weitere Biebricher Gelegenheiten aus. Zudem reklamierten die Gastgeber in einer Szene einen Handelfmeter. Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste vorne zum Zug, zwangen Aschenkewitz und Erdogan 02-Torhüter Paul Kissler zu zwei Glanzparaden.

Julian Gerwalt mit einem finalen Lattenknaller

Im zweiten Abschnitt schnupperte Zer per Kopf und per Freistoß am 2:1, während der eingewechselte Julian Gerwalt in der 87. Minute mit einem Lattentreffer für Aufsehen sorgte. Vorher hatte Kissler nochmals Gelegenheit, sich auszuzeichnen. „Der letzte Tick, noch einen reinzumachen, hat leider gefehlt. Es wäre aber keineswegs unverdient gewesen, wenn wir das zweite Tor gemacht hätten“, trauerte Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ letztlich einem Dreier nach, der nun am Samstag in Braunfels angepeilt wird.

Womöglich ist dort der erkrankte Christian Kunert wieder an Bord. Zudem arbeiten Michael Seidelmann und David Meurer intensiv an ihrem Comeback, werden wohl im Oktober wieder ins Geschehen eingreifen können.

Biebrich 02: Kissler – Hernandez (76. J. Rodwald), Mo. Christ, Schug, Rivera – Tasdelen, Amoako (70. Zecovic) – Gurok, Bauschke, Nakamura (55. J. Gerwalt) – O. Zer.

Tore: 1:0 O. Zer (13.), 1:1 L. Bianco (22.). – SR: Stöhr (Fischbachtal). – Zuschauer: 100. – Gelb-Rot: Dimter (90./Zeilsheim).

WT, 25. 09. 2017


9. Spieltag

FSV 1918 Braunfels - FV Biebrich 02 0:1 (0:0) - 30. 09. 2017

Auswärtsdreier nach finalem Abseitssignal

BIEBRICH 02 +++ Zers Tor reicht zum farblosen Sieg in Braunfels +++ David Meurer mit gelungenem Comeback

Braunfels. Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit, als ein Freistoß quer durch den Strafstoß segelte und am langen Pfosten ein Spieler des FSV Braunfels zum vermeintlichen 1:1 eindrückte. Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 durften im nächsten Moment froh sein über das Abseitssignal des Schiedsrichter-Assistenten. Es zementierte ihren 1:0-Erfolg auf dem tiefen Naturrasen unterhalb des Braunfelser Schlosses.

„Ich bin glücklich über den Sieg, aber es war ein hässliches Spiel“, fasste 02-Trainer Nazir Saridogan zusammen. Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ ergänzte: „Wir tun uns leider schwer, solche Spiele zu gewinnen.“

Spiele, die den 02ern, die zum ersten Mal in dieser Runde ohne Gegentor blieben, im Vorfeld den Favoritenstatus zuweisen. Wie eben vor dem Auftritt bei den erst ein Mal siegreichen Braunfelsern, die ihr Heil in langen Bällen suchten. Die Gäste derweil mit insgesamt drei Großchancen durch Sebastian Bauschke (zwei Mal) und Rikuya Nakamura (17./21.), ehe die Heimelf plötzlich das 1:0 auf dem Fuß hatte, doch 02-Keeper Paul Kissler parierte im Eins-gegen-Eins-Duell prächtig.

Im zweiten Durchgang kündigte der Außenpfostentreffer von Orkun Zer das Siegtor an. Es fiel nach Bauschkes Eckstoß, den Zer mit der Stirn veredelte (75.). Kurz darauf handelte sich Roman Schramm, der Ex-Wehener im Braunfelser Trikot, die Ampelkarte ein.

„Wir hatten danach Räume ohne Ende, ohne dass wir in der Lage waren, die Konter zu Ende zu spielen“, monierte Saridogan. Positiv aber: David Meurer, zuletzt in einem Vorbereitungsspiel am Ball, feierte nach kurierter Verletzung ein vielversprechendes Comeback, agierte, als hätte es die lange Zwangspause nie gegeben.

FV Biebrich 02: Kissler – Hernandez (65. Zecovic), Mo. Christ, Schug, Rivera – Tasdelen, J. Gerwalt (58. Meurer) – Gurok, Bauschke, Nakamura (46. Kunerz) – O. Zer.

Tor: 0:1 Zer (75.). – SR: Becker (Karben). – Zu.: 80. – Gelb-Rot: Schramm (76.).

WT, 02. 10. 2017


10. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC Waldbrunn 2016 1:1 (0:0) - 03. 10. 2017

Waldbrunns Wall behindert Biebrichs Punktejagd

BIEBRICH 02: Mittelfeldspieler trifft kurz vor Schluss mit dem Hinterkopf zum hart erkämpften 1:1 +++ Saridogan: Müssen ballsicherer werden

Biebrich. Am Ende blieb nur die Brechstange. Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 packten sie im Duell mit Aufsteiger FC Waldbrunn aus und wurden belohnt: Nach einer Hereingabe des agilen Sebastian Bauschke verlängerte der zur Pause gekommene Derrick Amoako die Kugel mit dem Hinterkopf ins Netz, wendete in der Nachspielzeit die drohende Heimniederlage ab. Doch das 1:1 gegen den von den Ex-Würgesern Steffen Moritz und Christian Mehr trainierten Westerwald-Club löste im 02-Lager keine Begeisterungsstürme aus.

„Der Gegner hat uns über 90 Minuten das Spiel überlassen. Gefühlt hatten wir 80 Prozent Ballbesitz, aber zu viele Ballverluste im vorderen Drittel. Letztlich müssen wir ballsicherer werden“, analysierte Biebrichs Coach Nazir Saridogan.

In der Tat gestaltete sich das Anrennen gegen den Waldbrunner Wall als zähe Angelegenheit. Zumal Gastgeber-Torjäger Orkun Zer, der trotz einer Fußprellung erneut auf die Zähne biss, stets umringt war von Gegenspielern. Gegen die zweikampfstarke Gäste-Formation fanden die Biebricher einfach kein Durchkommen, mussten jederzeit aufpassen, nicht einen Kontertreffer zu kassieren.

Nach der Pause brachte Saridogan neben Amoako auch David Meurer. Die Rollenverteilung blieb gleich. Mit dem Unterschied, dass Waldbrunn nach einer Freistoß-Hereingabe zur Führung kam. Mehr denn je waren die 02er nun gefordert, mit langen Bällen zu operieren und im gegnerischen Sechzehner auf die Kopfballstarken zu hoffen. Was durch Amoako auch gelang. Zusammen mit Bauschke war er der Aktivposten in einem Biebricher Team, das bei solch einer Konstellation künftig genauer kombinieren muss.

Die erst mit einer Niederlage behafteten 02er treffen nun am Samstag (15.30 Uhr) auf den FV Breidenbach.

Biebrich 02: Kissler – Hernandez (61. Zecovic), Mo. Christ, Schug, Rivera – J. Rodwald (46. Meurer), J. Gerwalt (46. Amoako) – Kunert, Bauschke, Gurok – O. Zer.

Tore: 0:1 Doll (59.), 1:1 Amoako (90.+2). – SR: Klein (Offenbach). – Zuschauer: 110.

WT, 04. 10. 2017


Der FC Waldbrunn und die jeweils letzten Spielsekunden, die schon einige Punkte gekostet haben . . . Vor der Partie auf dem riesigen Dyckerhoff-Sportgelände wäre man nach den Marburg-Tagen Mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber nach dem Spiel waren es die Waldbrunner nicht mehr. Von Beginn an hatten die Westerwälder alle Vorteile auf ihrer Seite gehabt, vergaßen aber wieder einmal das Toreschießen, und zudem annullierte der Schiedsrichter einen regulären Treffer von Rösler, als der unbeteiligte Oshima im Abseits stand. In der 42. Minute verpasste Lucas Scholl die Pausenführung, als er freistehend am Torwart scheiterte.

Nach dem Wechsel zeigten die Waldbrunner keine Anzeichen einer Krise und ließen die Platzherren nicht gefährlich zur Entfaltung kommen. Nachdem Oshima, Scholl und Rösler nicht getroffen hatten, erzielte Kapitän Doll nach einem Freistoß von Robin Scholl die hochverdiente Gästeführung. Jetzt mussten die Biebricher zwangsläufig aggressiver werden und tauchten nun auch des Öfteren im Gästestrafraum auf. Das Unentschieden rückte näher, da der FC zu wenig Bedacht auf sichere Ballkontrolle hatte und durch überhastete Aktionen den Gegner stärkte. In der Nachspielzeit gingen dann durch einen Zufallskopfball zwei Punkte flöten.

hho

Biebrich: Kiessler, Hernandez (61.Zecovic), Rodwald, Kunert, Bauschke, Gurok, Schug, Christ, Gerwalt, Zer, Rivera (46. Amoako)

Waldbrunn: Heupel, R. Scholl, Mo. Steinhauer, Doll, Egenolf, Mehr, Metovic, Rösler (73. Fürstenau), L. Scholl (84. Form), Oshima, E. Böcher (55. Breuer)

SR: Klein (Frankfurt)

Tore: 0:1 Cornelius Doll (65.), 1:1

Zuschauer: 90.

NNP, 04. 10. 2017


11. Spieltag

FV Biebrich 02 - FV 09 Breidenbach 1:3 (0:0) - 07. 10. 2017

Orkun Zer droht länger auszufallen

BIEBRICH 02: Torjäger trägt beim 1:3 gegen Breidenbach schwere Bänderblessur im Knöchel davon

Wiesbaden. Es spielte sich alles innerhalb eine Minute ab. Zunächst traf Orkun Zer, Torjäger des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, mit seinem Schuss den Innenpfosten. Breidenbachs Torhüter war noch dran, es gab Eckball. Der kam herein und Zer stieg hoch, landete denkbar unglücklich und knickte mit dem rechten Fuß um. Im selben Moment wusste der 27-Jährige in Verbindung mit dem wahrgenommenen Geräusch im Knöchel, dass in der 63. Spielminute Schlimmeres passiert sein musste.

„Knöchel ist dick und es tut höllisch weh“

In der Klinik konnte zwar eine Fraktur ausgeschlossen werden, doch Orkun Zer befürchtet, dass Bänder gerissen sind. Die Untersuchung an diesem Montag wird womöglich Aufschlüsse liefern. „Der Knöchel ist dick und es tut höllisch weh. Wäre der Ball statt an den Pfosten ins Tor gegangen, hätte es die Ecke nicht gegeben und wir hätten das Spiel vielleicht noch umgebogen“, hadert er mit den Umständen. Dass es final 3:1 für das Gäste-Team des FV Breidenbach hieß, geriet angesichts der hefigen Blessur des Biebricher Rekordtorschützen zum sekundären Aspekt.

Wo Zer doch nach der längeren Verletzungspause 2016 – im August war ein 80-prozentiger Riss der im Bereich der Fußsohle verlaufenden Plantarsehne diagnostiziert worden – zu alter Treffsicherheit zurückgefunden hatte. Gleichwohl plagte er sich zuletzt mit einer Mittelfußprellung im linken Fuß herum. 02-Coach Nazir Saridogan wollte ihn deshalb eigentlich im Breidenbach-Spiel zur Pause auswechseln. Doch Zer biss auf die Zähne, warf zwei Schmerztabletten ein, um in der verhängnisvollen 63. Minute im anderen Fuß vom Verletzungspech ereilt zu werden. „Orkuns Verletzung ist ein herber Schlag. Jetzt müssen andere Spieler zeigen, dass sie Verantwortung übernehmen können“, sagt Saridogan.

Die 02er, bei denen außerdem Defensivspieler Abdullah Tasdelen (am vergangenen Freitag nach Nasenbeinbruch operiert) länger ausfällt, werden nun noch enger zusammenrücken müssen. Kleiner Hoffnungsschimmer: Im Pokalspiel beim Türkischen SV (Mi., 20 Uhr) wird Michael Seidelmann eventuell nach kurierter Knieverletzung erstmals im Kader stehen.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Schug, Mo. Christ, Rivera (83. Hernandez) – Meurer (70. Sintieu Tientcheu), Amoako – Kunert, J. Gerwalt, Bauschke – O. Zer (64. Zecovic).

Tore: 0:1 Baum (54.), 0:2 Damm (77.), 1:2 Kunert (80.), 1:3 Reiprich (83.). – SR: Brell (Kaiserslautern). – Zuschauer: 100.

WT, 09. 10. 2017


12. Spieltag

Sportfreunde/Blau-Gelb Marburg - FV Biebrich 02 2:1 (0:0) - 15. 10. 2017

Finaler Patzer kostet sicher geglaubtes 1:1

BIEBRICH 02: 1:2-Niederlage bei SF/BG Marburg in Nachspielzeit besiegelt +++ Starke Leistung ohne Lohn

Marburg. Als Derrick Amoako den Ball in der 90. Minute herrlich mit der Stirn zum 1:1 in den Kasten von Gastgeber SF/BG Marburg wuchtete, schien der Punktgewinn für die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 beschlossene Sache. Doch weit gefehlt: Ein unnötiges Dribbling eines 02ers brachte die Heimelf in Ballbesitz, die Flanke kam herein und Matthias Pape veredelte sie mit dem Kopf zum 2:1-Endstand. Bedröppelt schlichen die Biebricher vom Platz. „Wir hatten das Spiel in der zweiten Hälfte im Griff, hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Umso bitterer, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen“, meinte 02-Sportchef Malte Christ nach dem späten Knockout.

Ohne Zer und Zecovic geht 02-Konzept fast auf

Wo doch die Gäste einige Nackenschläge weggesteckt hatten. Aufgrund der schweren Knöchelverletzung von Orkun Zer sollte eigentlich Benjamin Zecovic den Part als Biebrichs Sturmspitze übernehmen. Doch der Youngster musste einer Erkrankung Tribut zollen, sodass Chefcoach Nazir Saridogan Jan Rodwald in die vorderste Position beorderte. Was sich in der 36. Minute beinahe ausgezahlt hätte, als Rodwald zum Kopfball hochstieg, Marburgs Schlussmann Dusan Olujic aber stark parierte. Nach einem Lattenknaller der Heimelf scheiterte auch Sebastian Bauschke an Olujic (42.). Im zweiten Durchgang versetzte Nico Hernandez kurz nach seiner Einwechslung den Pfosten in Schwingung.

Die Gäste-Führung lag förmlich in der Luft, ehe Marburg zum 1:0 traf, Amoako ausglich und das finale Malheur zum gemeinsamen Trübsalblasen führte. „Wir haben nur sehr wenige Fehler gemachte. Aber die wurden bestraft. Ich habe der Mannschaft trotz allem zu ihrer Leistung gratuliert. Sie hat hinten super gestanden, ist das Spiel mit viel Herzblut angegangen und hat letztlich alles so umgesetzt, wie wir es uns ausgerechnet hatten“, meinte Saridogan.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Udagawa – Meurer, Amoako – Kunert, Bauschke (70. Nakamura), Rivera (53. Hernandez) – J. Rodwald (80. J. Gerwalt).

Tore: 1:0 Jogataki (76.), 1:1 Amoako (90.), 2:1 Pape (90.+3). – SR: Rodrigues (Offenbach). – Zuschauer: 150.

WT, 16. 10. 2017


13. Spieltag

FV Biebrich 02 - 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach 2:0 (1:0) - 21. 10. 2017

Antreiber Bauschke leitet 2:0-Sieg ein

Biebrich 02 überzeugt mit starker Teamleistung gegen Kelsterbach

Biebrich. Die Erleichterung musste unbedingt raus. „Kreis“? Kaum war die Frage gestellt, zelebrierten die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 auch schon Arm in Arm und hüpfend ihren 2:0 (1:0)-Erfolg über Ex-Hessenligist Viktoria Kelsterbach. Mittendrin im ausgelassenen Geschehen: Torjäger Orkun Zer, der nach dem erfolgten Eingriff am Sprunggelenk sechs Wochen das rechte Bein nicht belasten darf. Die OP, so der 27-Jährige, sei gut verlaufen. Zwei fixierende Schrauben und eine lange, doppelt vernähte Narbe zeugen vom Ausmaß der schweren Verletzung, die er beim 1:3 gegen Breidenbach erlitten hatte.

Doch die Mannschaft ist durchaus in der Lage, Zers Fehlen zu kompensieren. Und auch das der weiteren Ausfälle Camilo Rivera (Meniskusquetschung), David Meurer (dienstlich verhindert), Abdulluh Tasdelen (Nasenbeinfraktur) und Michael Seidelmann (Wadenblessur), der beim VfB Marburg auf sein Comeback hofft. Ungeachtet personeller Handicaps meldeten sich die 02er nach der Last-Minute-Niederlage beim SF/BG Marburg zurück.

Wobei Kelsterbach die frühe Rote Karte gegen Tobias Fischer zu verkraften hatte. Der Referee, da waren sich alle einig, hätte es in dieser Szene aber auch bei Gelb belassen können. Was nichts am Tatendrang von Sebastian Bauschke änderte. Mit dem Ball am Fuß ließ er einen Mann stehen, verwandelte aus 16 Metern mit platziertem Aufsetzer, zirkelte vor der Pause noch einen Freistoß an den Innenpfosten. Derrick Amoakos Kopfball zum 2:0 festigte den Dreier. „Das war eine gute Teamleistung“, konstatierte der agile Bauschke. Trainer Nazir Saridogan fügte an: „Es gibt wenig auszusetzen. Wir waren vom Start weg hellwach.“

FV Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Udagawa – Amoako, J. Rodwald – Kunert (90. Sintieu Tientcheu), Bauschke, J. Gerwalt (83. Hernandez) – Nakamura.

Tore: 1:0 Bauschke (18.), 2:0 Amoako (62.). – SR: Wegmann (Darmstadt). – Zuschauer: 100. – Rot: Fischer (Kelsterbach / 10., Notbremse).

WT, 23. 10. 2017


14. Spieltag

VfB 1905 Marburg - FV Biebrich 02 1:1 (0:1) - 29. 10. 2017

Einziger Patzer kostet den Dreier

BIEBRICH 02: Trotz klarem Chancen-Plus nur 1:1 beim VfB Marburg +++ Gurok trifft Lattenunterkante

Marburg. Bis zur 53. Minute deutete alles auf einen Auswärts-Dreier hin, doch am Ende mussten sich die Verbands-Fußballer des FV Biebrich 02 beim VfB Marburg mit einem 1:1 begnügen. „Wenn wir das 2:0 machen, gewinnen wir auch“, ärgerte sich Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ über die einzige Unaufmerksamkeit in der Deckung, die den Sieg kostete. So durfte VfB-Kapitän Kevin Kaguah nach einer Ecke per Kopf einschweißen, weil bei den 02ern die Zuordnung nicht stimmte.

Tor von Nakamura fällt Abseitspfiff zum Opfer

Kurz zuvor hatte bei der Doppelchance durch Christian Kunert und Sebastian Bauschke tatsächlich ein zweites Biebricher Tor in der Luft gelegen. Und um den Frust im Lager der Blauen perfekt zu machen: In der 59. Minute fand ein Treffer von Rikuya Nakamura wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. „Eine strittige Entscheidung“, urteilte Christ. Wo es doch generell vielversprechend für die 02er begonnen hatte. Nach jeweils längeren Verletzungspausen standen Michael Seidelmann und Abdullah Tasdelen erstmals wieder im Kader. Zudem rückte David Meurer in die Startelf. Das zahlte sich prompt aus. Nach beherztem Vorstoß über die rechte Seite passte Sebastian Gurok in die Mitte, wo Meurer nur den Fuß hinzuhalten brauchte. Damit nicht genug: Die Gäste erarbeiteten sich weitere Großchancen, hatten kurz vor der Pause Pech, als ein Gurok-Strahl von der Lattenunterkante zurück ins Feld prallte. Hinten ließen die Biebricher vor der Pause kaum etwas zu. Ihr Keeper Paul Kissler musste sich zunächst lediglich bei einem Marburger Kopfball strecken, war aber nach dem Wechsel bei der Aktion von Kaguah machtlos.

FV Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Udagawa – Meurer, J. Rodwald (81. Seidelmann) – Kunert, Bauschke, J. Gerwalt (60. Amoako) – Nakamura (89 Hernandez).

Tore: 0:1 Meurer (17.), 1:1 Kaguah (53.). – SR: Rüger (Petersberg). – Zu.: 60.

WT, 30. 10. 2017


15. Spieltag

SG Oberliederbach - FV Biebrich 02 0:1 (0:0) - 31. 10. 2017

Julian Gerwalts Goal der Glanzpunkt

BIEBRICH 02: Hart erarbeiteter Auswärtssieg in Oberliederbach +++ Fast 75 Minuten in Überzahl

Oberliederbach. Kein Hochglanzprodukt, aber auf jeden Fall ein wichtiger Dreier. Durch den Treffer von Julian Gerwalt, den Rikuya Nakamura per Solo eingefädelt hatte, siegte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 mit 1:0 bei der SG Oberliederbach.

Ex-Wörsdorfer Dennis Leopold sieht früh Rot

Bereits in der dritten Minute vergab 02-Mittelfeldstratege Sebastian Bauschke aus guter Position. Für die Liederbacher begann es derweil ganz bitter: Ihr Routinier Dennis Leopold (39), vormals bei der TSG Wörsdorf am Ball, handelte sich in der 16. Minute nach einer Notbremsen-Situation gegen Nakamura die Rote Karte ein. Fortan arbeiteten die Biebricher bei den Kopfballchancen von Moritz Christ (17.) und Derrick Amoako (45.) an der Führung, wirkten zugleich in der Defensive ungeachtet der Überzahl nicht immer sattelfest.

Zur Pause reagierte 02-Coach Nazir Saridogan, wechselte den gesundheitlich angeschlagenen David Schug aus. Für ihn rückte „Sechser“ David Meurer ins Abwehrzentrum, während der neu ins Spiel gebrachte Jan Rodwald in die Spitze ging, dort für Belebung sorgte. Doch auch nach Gerwalts 1:0 (58.) musste Biebrich bis zum Schluss um den Dreier bangen. „Bei uns gibt es keine einfachen Spiele. Die Mannschaft muss sich immer alles erarbeiten“, hätte sich Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ eine nervenschonendere zweite Hälfte gewünscht. Zum Finale der Englischen Woche empfangen die „Blauen“ den TSV Bicken (Sa., 15 Uhr).

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug (46. J. Rodwald), Udagawa (65. Hernandez) – Meurer, Amoako (82. Seidelmann) – Kunert, Bauschke, J. Gerwalt – Nakamura.

Tor: 0:1 Gerwalt (58.). – SR: Böck (Steinau). – Zuschauer: 100.– Rot: Dennis Leopold (16./Oberliederbach).

WT, 01. 11. 2017


16. Spieltag

FV Biebrich 02 - TSV 1921 Bicken 8:1 (3:1) - 04. 11. 2017

Eine Gala der Saridogan-Elf

Verbandsliga Mitte: Biebrich deklassiert Bicken mit 8:1

In der Verbandsliga Mitte hat der FV Biebrich am Samstagnachmittag einen echten Kantersieg gelandet. Mit 8:1 (3:1) wurde der TSV Bicken regelrecht aus dem Dyckerhoff-Sportfeld gefegt.

FV Biebrich 02 - TSV Bicken 8:1 (3:1)

Biebrichs Trainer Nazir Saridogan hatte im Vorfeld der Partie von seiner Belegschaft gefordert, mit der "nötigen Seriösität" in das Heimspiel gegen den Außenseiter TSV Bicken zu gehen. Und dieser Aufforderung kamen seine Männer auch nach, denn von Beginn an waren die Gastgeber tonangebend. Die Gäste aus dem Lahn-Dill-Kreis, vor dem Gastspiel im Wiesbadener Stadtteil mit 50 Gegentoren bereits mit dem Titel "Schießbude der Liga" in die hessische Landeshauptstadt gereist, wollten eigentlich aus einer massierten Deckung heraus das Spiel nach vorne treiben, doch nach 19 Minuten war diese taktische Ausrichtung bereits zu den Akten zu legen. Der Japaner Rikuya Nakamura eröffnete den Torreigen und nach 37 Minuten legte Sebastian Gurok das 2:0 nach.

Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Mittelhessen in Gestalt von Kerman Cemal war nur ein kurzes Strohfeuer für die Mannschaft aus dem Mittenaarer Stadtteil. Derrick Amoako stellte kurz vor dem Halbzeitpfiff den alten Abstand wieder her und stockte sein Trefferkonto auf sechs auf. Wer nun gedacht hatte, die Mittelhessen würden ihre anfängliche Lethargie im zweiten Abschnitt ablegen und versuchen, Ordnung in ihre Reihen zu bekommen, sah sich gewaltig getäuscht. Bis auf den bemitleidenswerten Torhüter Lars Benner erreichte kein Feldspieler Normalniveau, so dass die Biebricher das Platzangebot ebenso effektiv wie sehenswert nutzten.

Bickens Torjäger Natnael Tega 90 Minuten auf der Bank

Biebrich blieb am Drücker, ließ der Röger-Elf kaum Luft zum Atmen. Folge der aggressiven Spielweise und der Ballsicherheit der "02er" war das 4:1 durch Julian Gerwalt zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Von Seiten der Bickener waren kaum Torschüsse zu verzeichnen, der mit neun Toren beste TSV-Torschütze Natnael Tega schmorte 90 Minuten auf der Ersatzbank. Unnötig zu erwähnen, dass das Spiel nach der Halbzeit längst entschieden war. Zumal die Biebricher nach 75 Minuten durch David Meurer auf 5:1 erhöhten. Nachdem Sebastian Bauschke einen Foulelfmeter zum 6:1 verwandelt hatte, fielen die letzten beiden Treffer in der Schlussphase wie im Training.

Jan Rodwald und Bauschke mit seinem zweiten Treffer stellten den 8:1-Endstand her. Biebrich ist nun seit vier Spielen ungeschlagen und holte in diesem Zeitraum zehn Punkte, was den Sprung auf Rang sechs bedeutet. Die Gastgeber gewannen gegen einen desolaten Gegner auch in dieser Höhe verdient. Die Gäste dagegen bleiben nach der vierten Niederlage in Folge auf dem ersten Abstiegsplatz. In den letzten vier Partien kassierte der TSV satte 27 Gegentore, ein Umstand, der wohl sämtliche Alarmglocken an der Hindenburgstraße schrillen lässt.

Die Statistik:

FV Biebrich 02: Kissler - Nakamura, Meurer, Kunert, Bauschke, Gurok, Udagawa (61. Seidelmann), Schug, Christ (75. Hernandez), Gerwalt (67. Rodwald), Amaoko - Trainer: Nazir Saridogan.

TSV Bicken: L.Benner - Rüzgar, N.Benner, Schäfer, Velinov, Gojani, T.Kager, Gouri, B.Kager, Cemal, Wölfert - Trainer: Benjamin Röger.

Schiedsrichter: Pascal Müller (Offenbach).

Zuschauer: 130.

Tore: 1:0 Rikuya Nakamura (19.), 2:0 Sebastian Gurok (36.), 2:1 Kerman Cemal (39.), 3:1 Derrick Amoako (40.), 4:1 Julian Gerwalt (55.), 5:1 David Meurer (75.), 6:1 Sebastian Bauschke (79., Foulelfmeter), 7:1 Jan Rodwald (82.), 8:1 Sebastian Bauschke (87.).

Autor: Pedro Acebes

torgranate-rhein-main.de, 04. 11. 2017


Brett für Bicken: Blaue siegen 8:1

BIEBRICH 02: Angeschlagenen Gegner mit Kombinationswirbel deklassiert +++ Erstes Nakamura-Tor

WIESBADEN. Kantersieg gegen einen angeknockten Gegner: Mit dem 8:1 (3:1) über den kriselnden TSV Bicken untermauerten die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 ihr Herbsthoch. Bei Bicken war vor der Partie Trainer Marcel Colibois nach drei Pleiten mit 19 Gegentoren von Bord gegangen und Co-Trainer Benjamin Röder übernahm übergangsweise, während parallel Ex-Bundesliga-Profi Peter Cestonaro als künftiger Coach gehandelt wird.

02er zu jedem Zeitpunkt heiß auf weitere Treffer

Die 02er wollten der augenscheinlichen Verunsicherung des Gegners mit einem frühen Tor begegnen und setzten dieses Vorhaben auch perfekt um. Der bis dato im Biebricher Verbandsliga-Team im Abschluss vom Pech verfolgte Rikuya Nakamura veredelte die Kopfball-Verlängerung von Sebastian Bauschke per Direktabnahme zu seinem ersten Tor. Sebastian Gurok legte relativ schnell nach, ehe das von Kerman Cemal erzielte Anschlusstor zum einzigen Wermutstropfen einer ansonsten über 90 Minuten hinweg konsequenten und konzentrierten Leistung wurde.

Noch vor der Pause stellte Derrick Amoako mit der Stirn den alten Abstand wieder her. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und waren stets heiß auf weitere Treffer“, lobte 02-Trainer Nazir Saridogan das zielstrebige und kombinationsfreudige Auftreten, das durch Julian Gerwalt (Vorlage Nakamura) und David Meurer (lehrbuchmäßig nach herrlicher Stafette) weitere Erfolgserlebnisse bescherte. Wodurch die Mannschaft untermauerte, dass sie für die knifflige Auswärtsaufgabe in Langenaubach gewappnet ist.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ (78. Hernandez), Schug, Udagawa (65. Seidelnann) – Amoako, Meurer – Kunert, Bauschke, J. Gerwalt (60. J. Rodwald) – Nakamura.

Tore: 1:0 Nakamura (16.), 2:0 Gurok (37.), 2:1 Kehrmann (39.), 3:1 Amoako (41.), 4:1 Gerwalt (56.), 5:1 Meurer (77.), 6:1 Bauschke (83./Elfmeter), 7:1 Rodwald (84.), 8:1 Bauschke (86.). – SR: R. Müller (Offenbach). – Zuschauer: 100.

WT, 06. 11. 2017


17. Spieltag

SSV Langenaubach 1920 - FV Biebrich 02 1:1 (0:0) - 12. 11. 2017

»Das Ergebnis ärgert mich maßlos«

Biebrichs Trainer Saridogan nach spätem Elfmeter-Gegentor zum 1:1-Endstand restlos bedient

Langenaubach. Nazir Saridogan war bedient. Restlos. „Dass wir nach so einem Spielverlauf noch zwei Punkte hergeben, war mehr als überflüssig. Das ist sehr bitter und ärgert mich maßlos“, zürnte der Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 nach dem 1:1 beim SSV Langenaubach.

David Meurer schießt Strafstoß am Tor vorbei

Dort sahen die 02er bis zur Schlussminute wie der sichere Sieger aus, ehe ein Gastgeber-Akteur im Strafraum die Lücke zwischen David Schug und Sebastian Gurok zu nutzen versuchte. Dabei kam es offenbar zu einem Kontakt, den der Referee mit einem Strafstoßpfiff ahndete. Sebastian Schneider verwandelte vom Punkt, sorgte für lange Gesichter beim Gäste-Tross. Wo doch zuvor genügend hochkarätige Gelegenheiten vorhanden waren, um den Sieg wasserdicht zu machen.

Das vom Japaner Rikuya Nakamura nach Pass von Christian Kunert erzielte 0:1 direkt nach der Pause spiegelte die Vorteile der Gäste wider. Nach Foul an Derrick Amoako gab es Elfmeter für Biebrich. Doch David Meurer, sonst ein sicherer Schütze, zielte seitlich am Kasten vorbei. Die Palette weiterer glasklarer Chancen – allein Amoako scheiterte mehrfach aus bester Position – hätte unter normalen Umständen locker für einen Dreier gereicht. Aber das erlösende 2:0 für die Biebricher, die auf den aus privaten Gründen verhinderten Sebastian Bauschke verzichten mussten, wollte partout nicht fallen.

Biebrichs Coach meidet erst einmal die Kabine

Einhergehend ließ die 02-Deckung um den fehlerfrei agierenden Moritz Christ bis dato lediglich eine Langenaubacher Gelegenheit zu, die Torhüter Paul Kissler zunichte machte. Der zweite Vorstoß der Heimelf mündete in den aus Biebricher Sicht so frustrierenden Schlussakkord. Den Nazir Saridogan damit quittierte, erst einmal die Kabine zu meiden. Der Coach brauchte Abstand, um das Geschehene zu verarbeiten. In Eddersheim (So., 15 Uhr) ist nun mehr Effektivität gefragt.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Udagawa – Amoako, Meurer – Kunert, J. Gerwalt (68. Tasdelen), Nakamura – J. Rodwald (88. Seidelmann).

Tore: 0:1 Nakamura (47.), 1:1 Schneider (90./Elfmeter). – SR: Rabe (VfB Wetter). – Zuschauer: 80.

WT, 13. 11. 2017


18. Spieltag

FC 1931 Eddersheim - FV Biebrich 02 4:0 (1:0) - 19. 11. 2017

Gegen Eddersheims Effizienz machtlos

Doppelpack von Torjäger Turgay Akbulut läutet 0:4-Niederlage des FV Biebrich 02 beim Spitzenreiter ein

Eddersheim. Turgay klingt schon ein wenig nach Torjäger. Als solcher machte Turgay Akbulut, Stürmer von Verbandsliga-Spitzenreiter FC Eddersheim, seinem Ruf alle Ehre. Mit seinem Doppelpack läutete er den 4:0-Sieg über den FV Biebrich 02 ein, der sich zu hoch distanziert fühlte. Aber 02-Coach Nazir Saridogan musste auch einräumen: „Akbulut hat den Unterschied ausgemacht. Eddersheim ist generell brutal effektiv. Wenn uns in der starken ersten halben Stunde ein Tor gelungen wäre, hätte unser Plan vielleicht aufgehen können.“

02ern mangelt es schlicht an Durchschlagskraft

Tatsächlich erwischten die 02er den besseren Start, sorgten beim Vorstoß von Christian Kunert und durch den Kopfball von Jan Rodwald für Gefahr. Eddersheim genügte derweil eine Stafette zur Führung. Turgay Akbulut nutzte sie zu seinem 25. Saisontor. Um nach der Pause gleich mit dem 26. zu erhöhen. Die Eddersheimer mit dem früheren SV-Wiesbaden-Trio Pero Miletic, Nicolai König und Niklas Rottenau in der Startelf brachten ihre enorme Durchschlagskraft zur Geltung. Die wiederum fehlte den Biebrichern. Davon abgesehen kurbelte Christian Kunert unentwegt auf der rechten Bahn an, untermauerte mit vielen gewonnenen Duellen die gute Form der vergangenen Wochen.

Orkun Zers Genesung macht Fortschritte

Doch ein Knisper a la Orkun Zer wird schmerzlich vermisst. Wobei sein Genesungsprozess Fortschritte macht. Die Schrauben im Fußgelenk sind nach schwerer Verletzung entfernt worden. Demnächst will er mit dem Lauftraining beginnen. Doch Saridogan wird den Ehrgeiz des ehrgeizigen Stürmers in die richtigen Bahnen bringen, plant erst im neuen Jahr wieder mit ihm. Unabhängig davon will die Mannschaft gegen den Rangvierten FSV Fernwald (So., 14 Uhr) mehr Konsequenz im Abschluss zeigen.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Udagawa (46. Seidelmann) – Meurer (70 Hernandez), Amoako – Kunert, Bauschke, Nakamura – J. Rodwald (55. Gerwalt).

Tore: 1:0, 2:0 Akbulut (32./50.), 3:0 Scholz (79.), 4:0 Mevkic (84.). – SR: Amirian (TuS Burgschwalbach). – Zuschauer: 80.

WT, 20. 11. 2017


19. Spieltag

FV Biebrich 02 - FSV 1926 Fernwald 3:3 (0:1) - 26. 11. 2017

"Alles top - bis auf das Ergebnis"

BIEBRICH 02: Saridogan-Team besiegt Chancenfluch, spielt gegen Fernwald nach 3:1-Führung aber nur 3:3

Wiesbaden. „Das einzig ärgerliche war das Ergebnis. Ansonsten war alles top.“ Bei Nazir Saridogan überwogen nach dem 3:3 gegen den starken Aufsteiger FSV Fernwald ganz klar die positiven Facetten – obgleich sein Team im Finish einen 3:1-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte. „In der Endphase ist es uns leider nicht gelungen, mal irgendwie Ruhe reinzubringen“, befand der 02-Coach. Umso mehr freute er sich über „sensationelle Tore“ nach sehenswerten Spielzügen. Und darüber, dass die Mannschaft „nach dem 0:4 in Eddersheim und dem schwachen Auftritt beim SVW mit viel Herzblut zurückgekommen ist.“

Obwohl neben Abwehrcenter Moritz Christ (Urlaub) auch Spielgestalter Sebastian Bauschke aufgrund der im Pokalspiel beim SVW (1:0 für Biebrich) erlittenen Fußverletzung fehlte, legten die 02er entschlossen los. Bei Versuchen von Rikuya Nakamura, Julian Gerwalt und Christian Kunert setzte sich zunächst der Chancenfluch fort, während der FSV seine einzige Möglichkeit durch Kapitän Denis Weinecker nutzte. Glück für die perplexen „Blauen“, dass die Gäste zwei weitere Möglichkeiten ausließen. Erst rettete Gastgeber-Spieler Michael Seidelmann auf der Torlinie, danach entschärfte Torhüter Paul Kissler einen Kopfball.

Im zweiten Abschnitt passte Gerwalt genial in die Schnittstelle und Nakamura glich aus. Christian Kunert stellte auf 2:1, zog wenig später von der rechten Seite in Robben-Manier nach innen, um mithilfe des Pfostens mit links zum 3:1 einzuschweißen. Fernwald setzte fortan alles auf eine Karte, kam durch Weineckers Doppelschlag zum 3:3, ehe Gerwalt aus kurzer Distanz über den Kasten zielte, das durchaus mögliche 4:3 nach einem prickelenden Verbandsliga-Match verpasste.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Meurer, Schug, Seidelmann – Tasdelen, Amoako (90. Rodwald) – Kunert, Gerwalt, Rivera (78. Hernandez) – Nakamura.

Tore: 0:1 Weinecker (33.), 1:1 Nakamura, 2:1, 3:1 Kunert (59./67.), 3:2, 3:3 Weinecker (74./84.). – SR: Schandry (Königstein). – Zuschauer: 70.

WT, 27. 11. 2017


20. Spieltag

FC Waldbrunn 2016 - FV Biebrich 02 0:5 (0:2) - 29. 03. 2018

Biebrich 02 im Hoch - Kelsterbach plant freiwilligen Rückzug

VERBANDSLIGA: Wiesbadener Vorstädter landen 5:0-Sieg in Waldbrunn und verlängern mit Trainer Saridogan +++ Viktoria offenbar vor Neustart in Kreisoberliga

Waldbrunn. Stimmungshoch beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02: Erst erzielten die Verantwortlichen um Horst Klee und Thomas Utikal mit Chefcoach Nazir Saridogan Einigung für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit in der Spielzeit 2018/19, unmittelbar danach ließ das Team durch einen 5:0-Coup beim FC Waldbrunn aufhorchen, während bei Viktoria Kelsterbach der freiwllige Rückzug in die Kreisoberliga nach dem Ende der laufenden Runde beschlosssene Sache zu sein scheint.

Die Blauen ernteten auch Anerkennung seitens der sonst so temperamentvollen Fans des Westerwaldclubs, die nach dem frühen 1:0 durch Michael Seidelmann und dem Treffer von Orkun Zer zum 2:0-Pausenstand – Christian Kunert und Sebastian Gurok hatten vorbereitet – merklich ruhiger wurden. Biebrichs Pressing und Kombinationsfluss führten durch Julian Gerwalt, David Meurer und Moritz Christ zu weiteren Toren. 02-Sportchef Malte Christ strahlte: „Das war schon ziemlich gut. Alle Mosaiksteine passen bei uns zusammen. Die Jungs freuen sich, dass Nazir weitermacht. Wir werden nächste Runde ein schlagkräftiges Team haben, wollen zwei, drei Zugänge realisieren.“ Als Co-Trainer bleibt auch Saridogans Bruder Savas kommende Runde bei den 02ern.

Biebrich 02: D. Rothenbächer – Tasdelen, Mo. Christ, Schug, Seidelmann (76. Nakamura) – Amoako (83. Udagawa), Meurer – Kunert (66. Rivera), J. Gerwalt, Gurok – O. Zer.

Tore: 0:1 Seidelmann (16.), 0:2 Zer (36.), 0:3 Gerwalt (70.), 0:4 Meurer (74.), 0:5 Christ (84.). – SR: Waldinger (Rauschenberg). – Zu.: 120.

fupa.net, 30. 03. 2018


Dem euphorischen Sieg gegen Marburg folgte nur vier Tage später die ernüchternde Niederlage gegen Biebrich. Die abgezockten Urgesteine der Verbandsliga zeigten dem Aufsteiger aus Waldbrunn, wie man sich so lange in der Liga halten kann: Aggressives, agiles Spiel, Ausnutzen der wieder einmal zuhauf auftretenden Abspielfehler der Waldbrunner und eiskaltes und zielstrebiges Spiel über die Außen sorgten schon in den ersten Minuten für Gefahr im Waldbrunner Strafraum. Nach 14 Minuten sorgte Michael Seidelmann freistehend im Strafraum mit einem Kopfball ins lange Eck zur Führung des FV, aber ein Aufbäumen des FCW war nicht spürbar, und so kam es dann auch in der 37. Minute unter Mithilfe der Waldbrunner Abwehr zum unnötigen 0:2.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit begannen etwas verheißungsvoller für die Waldbrunner, doch in der 60. Minute hätte Orkan Zer den Sack schon frühzeitig für die Wiesbadener zumachen können. Als einzige sehenswerte Aktion der Waldbrunner war ein Angriff der Scholl-Brüder, den Lukas nur knapp neben das Tor schoss. Im Anschluss dominierte aber nur Biebrich, das die Fehler gnadenlos ausnutzte und das auch in der Höhe verdiente Ergebnis als schönes Ostergeschenk mit nach Wiesbaden nehmen durfte. Den Westerwäldern bleibt die Hoffnung, dass sie sich am Ostermontag gegen Schwanheim auch noch ein abschließendes Präsent in Form von drei Punkten gegen den Abstieg machen. hho

Waldbrunn: Heupel, R. Scholl, Doll (70. E. Böcher), Egenolf, Mehr, J. Eisenkopf, Metovic, L. Scholl, Oshima, Fürstenau (46. Steinhauer), Breuer (46. Rösler) – Tore: 0:1 Seidelmann (14.), 0:2 Zer (37.), 0:3 Gewalt (69.), 0:4 Meurer (71.), 0:5 Christ (83.) – Zuschauer: 130.

NNP, 30. 03. 2018


21. Spieltag

FV Biebrich 02 - SG Oberliederbach 3:0 (0:0) - 09. 12. 2017

Nakamura und Kunert ein Topduo

BIEBRICH 02: Japanischer Torjäger profitiert beim 3:0 über Oberliederbach von Vorlagen des Flügelspielers

Wiesbaden. Der Daumen zeigt unverändert nach oben: Das 3:0 über die abstiegsbedrohte SG Oberliederbach manifestiert den Trend beim ranghöchsten Wiesbadener Amateurteam. „Ich bin insgesamt zufrieden. Aber wir könnten zum jetzigen Zeitpunkt auch gut und gerne sechs, sieben Punkte mehr auf dem Konto haben. Dann wären wir gar nicht so weit weg vom oberen Bereich, wo wir eigentlich hinwollten“, meint Malte Christ, Sportlicher Leiter des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, für den nun lediglich noch das Nachholspiel beim FC Waldbrunn am Sonntag auf der Jahres-Agenda steht – sofern Wetter- und Platzverhältnisse überhaupt die Austragung erlauben.

Gegen die Liederbacher brauchten die „Blauen“ vor ganz schmaler Kulisse 45 Minuten Anlaufzeit. Die Gäste spielten forsch mit, kamen auch zu Chancen, die Keeper Paul Kissler zunichte machte. Keine Frage: Der 22-jährige Ex-Frauensteiner ist als Muster an Zuverlässigkeit in die Fußstapfen des langjährigen Stammtorhüters Denis Ademovic getreten, der nach der Spielzeit 16/17 aufgehört hatte. „Unglaublich, wie schnell er bei flachen Bällen unten ist“, lobt Christ den jungen Schlussmann, der gerade auch bei Eins-gegen-Eins-Situationen sein Potenzial beweist.

Flanken-Gott kurbelt mit 31 noch unentwegt an

Neun Jahre älter als Kissler ist Christian Kunert. Auf der rechten Außenbahn ein weiterer Mosaikstein für die Kompaktheit des Teamgefüges. Als Julian Gerwalt im zentralen Mittelfeld nach der Pause zwei Mann austanzte und Kunert auf die Reise schickte, bestätigte der seine augenblickliche Topform. Der 31-jährige Flügelflitzer passte in die Mitte, wo der zum Torjäger gewordene Rikuya Nakamura mühelos das 1:0 perfekt machte (52.). Der Bann war gebrochen. Und Kunert kurbelte weiter unter Volldampf an, legte sieben Minuten später erneut für Nakamura auf, der für die Vorentscheidung sorgte. David Meurers 3:0 geriet zum Sahnehäubchen. Orkun Zer, erstmals nach seiner schweren Verletzung wieder im Kader, durfte von der Bank aus mitjubeln.

Apropos Bank: 02-Chefcoach Nazir Saridogan hat draußen nunmehr eine exquisite Auswahl an starken Kräften. „Der breite Kader ist ein absolutes Plus. Wir können ohne Substanzverlust wechseln und immer richtig Frische ins Spiel bringen“, weiß Malte Christ um einen weiteren Aspekt für die generelle Positiventwicklung.

Im neuen Jahr über Saridogans Verbleib beraten

Die eng mit Saridogans Wirken einhergeht. Unterstützt von seinem Bruder Savas in der Rolle des Co-Trainers hat der frühere Regionalliga-Crack in Biebrich, wo er bereits in der fünften Saison tätig ist, einiges bewegt. „Es gibt nicht ansatzweise irgendeinen Kritikpunkt an seiner Arbeit“, streicht Clubchef Horst Klee klar heraus. Wo sich doch Saridogan 2016 nach total verkorkstem Start auch als Krisenmanager bewährt, die Mannschaft als bestes Rückrundenteam noch auf einen sensationellen dritten Platz gehievt hatte.

Drängt sich der Eindruck auf, dass eine Verlängerung der Zusammenarbeit für 2018/19 reine Formsache sein müsste. Klee wäre grundsätzlich einverstanden. Nur für den Fall, dass sich im Verein die globalen Rahmenbedingungen, sprich die finanziellen Gegebenheiten gravierend ändern würden, sähe er Vorbehalte. Saridogan selbst ist nicht abgeneigt, eine weitere Saison dranzuhängen. Zu Beginn des neuen Jahres „werden wir uns in Ruhe zusammensetzen“, lässt er durchblicken. Er wolle aber nicht, dass ein gewisser Trott entstehe, bekräftigt der 40-Jährige, um festzustellen: „Doch das ist nicht der Fall.“

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Hernandez (67. Seidelmann) – Tasdelen, Meurer – Kunert, Gerwalt (75. Amoako), Rivera (83. Rodwald – Nakamura.

Tore: 1:0, 2:0 Nakamura (52./59.), 3:0 Meurer (75.).– SR: Rother (St. Stephan). – Zu.: 60.

WT, 11. 12. 2017


22. Spieltag

FV Biebrich 02 - SG Kinzenbach 1955 2:0 (0:0) - 25. 02. 2018

Udagawa krönt Kombinationswirbel

BIEBRICH 02: Japaner Torschütze zum 2:0-Endstand gegen Kinzenbach +++ Saridogan rundum zufrieden

Wiesbaden. Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 bleiben in der Erfolgsspur, fuhren beim 2:0 über die SG Kinzenbach zur Premiere 2018 den achten Saison-Dreier ein. „Wir haben viel investiert und waren als Kollektiv ziemlich stark“, attestierte 02-Chefcoach Nazir Saridogan über 90 Minuten hinweg eine sehr gute Leistung.

Vor der Pause drei Topchancen ausgelassen: Vom Start weg kombinierten die 02er gefällig, bewiesen aber gleich in drei Szenen frei vor SG-Keeper Jannik Zörb Nerven. Zunächst scheiterte Orkun Zer an Kinzenbachs „Zerberus“, anschließend Julian Gerwalt. Der wiederum in der Folge für Zer auflegte. Doch auch im dritten direkten Duell blieb Zörb Sieger.

Die Partie entwickelte sich für die Blauen zum Geduldsspiel. Doch die Biebricher Hartnäckigkeit trug in der 68. Minute endlich Früchte, als Derrick Amoako aus dem Gewühl heraus versenkte. Zum Highlight wurde das 2:0: Der früh für den verletzten Rikuya Nakamura gekommene Akira Udagawa spielte zunächst mit Zer, anschließend mit Christian Kunert Doppelpass, brauchte danach nur noch einzudrücken.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Schug, Mo. Christ, Tasdelen – Amoako, J. Rodwald (64. Meurer) – Kunert, J. Gerwalt (82. Rivera), Nakamura (17. Udagawa) – O. Zer.

Tore: 1:0 Amoako (68.), 2:0 Udagawa (81.). – SR: Reimund (Zwingenberg). – Zuschauer: 100.

WT, 26. 02. 2018


Kinzenbach unterliegt Biebrich, während Konkurrenz punktet

WIESBADEN-BIEBRICH - (thos). So hatte sich die SG Kinzenbach den Auftakt zur Restrunde sicherlich nicht vorgestellt. Statt sich im Idealfall an die Nichtabstiegsplätze heranzupirschen, ist der Abstand auf den womöglich rettenden 13. Rang auf vier auf sieben Zähler angewachsen. Denn während die Elf von Trainer Oliver Dönges beim FV Biebrich 02 mit 0:2 (0:0) unterlag, gewann der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, der FC Dorndorf, das Kellerduell bei der SG Oberliederbach hauchdünn mit 1:0.

FV Biebrich - SG Kinzenbach 2:0

"Man muss sagen, dass wir hier heute verdientermaßen verloren haben", gab Coach Dönges in der Nachschau der 90 Minuten unumwunden zu. "Biebrich war gedankenschneller, spritziger. Wir haben viele Fehler gemacht, auch, was die zweiten Bälle anbelangt", bilanzierte der 43-Jährige, in dessen Team mit Angreifer Ahmet Marankoz einer von vier Neuzugängen stand. Einen Platz in der Anfangsformation der Kinzenbacher hatte auch Volkan Vural, der seit dem September durch einen studienbedingten Auslandsaufenthalt gefehlt hatte.

Die Wiesbadener, im Klassement auf der sechsten Position beheimatet, gestaltete die Partie überlegen und erarbeiteten sich in Person von Julian Gerwalt (17.) und Orkun Zer (23.) gute Gelegenheit, die jedoch nicht genutzt wurden. Die Kinzenbacher, bei denen schon in der 26. Minute Emre Yener mit Oberschenkelproblemen verletzungsbedingt Erkan Hasan weichen musste, agierten im zweiten Abschnitt etwas gefährlicher in der Offensive als dies noch im ersten Abschnitt der Fall gewesen war.

Tommy Ried und Co. verzeichneten zwar den einen oder anderen Abschluss, letztlich aber gingen die Hausherren leistungsgerecht mit 1:0 in Front. In der 68. Minute behielt Derrick Amoako im Getümmel die Übersicht und bezwang SG-Keeper Jannik Zörb. Und 13 Minuten später sorgte der früh eingewechselte Akira Udagawa im Anschluss an einen Doppelpass mit Christian Kunert für klare Verhältnisse. Begünstigt wurde das 0:2 durch einen Ballverlust der Kinzenbacher, die am kommenden Sonntag in der Partie gegen Viktoria Kelsterbach eine Leistungssteigerung zeigen müssen, um Zählbares einzufahren.

FV Biebrich 02: Kissler; Nakamura (16. Udagawa), Tasdelen, Rodwald (64. Meurer), Kunert, Gurok, Schug, Christ, Gerwalt (86. Rivera), O. Zer, Amoako.

SG Kinzenbach: Zörb; Mohr, Riske, Vural, Ersentürk, Ried, Yener (26. Hasan), P. Werner, Spottka, Helm, Marankoz.

Tore: 1:0 Amoako (68.), 2:0 Udagawa (81.). - Schiedsrichter: Reimund (Zwingenberg). - Zuschauer: 100.

Gießener Anzeiger, 25. 02. 2018


23. Spieltag

Der FV Biebrich 02 ist spielfrei - 04. 03. 2018


24. Spieltag

FV Biebrich 02 - TuS Dietkirchen 1911 2:3 (0:0) - 11. 03. 2018

Keeper Laux zieht »Blauen« den Zahn

Dietkirchens Schlussmann mit Wehener Vergangenheit erzielt 1:0 per Strafstoß und per Abstoß auch das späte 3:2-Siegtor

Wiesbaden. Mit dieser Pointe war nicht mehr zu rechnen: Raphael Laux, Keeper des Fußball-Verbandsligisten TuS Dietkirchen mit Wehener Vergangenheit, setzte in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Abschlag auf dem Kunstarsen des FV Biebrich 02 an. Der Ball schwebte in Richtung Gastgeber-Tor, Abwehrchef David Schug und Keeper Paul Kissler schienen sich kurz nicht einig zu sein. Währenddessen setzte der Ball auf, sprang danach ins Netz. Abschließend pfiff der Referee erst gar nicht mehr an – Endstand 3:2 für die Gäste.

„Für uns ein gebrauchter Tag. Ein 2:2 wäre in Ordnung gewesen. Zumal der Schiedsrichter lediglich zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte“, war 02-Sportchef Malte Christ nach dem Schlussakkord restlos bedient.

Wobei Laux schon beim 1:0 als Torschütze in Erscheinung getreten war. Er verwandelte den Foulelfmeter, den Christ der Kategorie „kann man geben“ zuordnete. In der Folge schlug die Heimelf zurück. David Meurer verlängerte zu Derrick Amoako, der zum 1:1 eindrückten. Meurers sehenswerter Distanzschuss schlug gar zur 2:1-Führung ein (82.). Die Welt der Blauen war wieder in Ordnung. Allerdings nur zeitlich befristet. Mit dem 2:2, das in der 88. Minute fiel, hätten sie noch leben können. Doch Laux zog ihnen letztlich den Zahn.

„Irgendwie waren wir aber auch in der Defensive nicht so sicher wie sonst gewohnt“, wusste Christ, dass sich die Mannschaft in erster Linie an die eigene Nase greifen musste. Die Chance zum Sprung auf Rang fünf, den Dietkirchen durch den späten Dreier verteidigte, hat sie vorerst verpasst.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Tasdelen – Rodwald (57. Nakamura), Meurer – Kunert (81. Udagawa), Amoako, J. Gerwalt (88. Rivera) – O. Zer.

Tore: 0:1 Laux (56./Foulelfmeter), 1:1 Amoako (67.), 2:1 Meurer (82.), 2:2 Müller (88.), 2:3 Laux (90.+4). – SR: Stöhr (Fischbachtal). – Zu.: 50.

WT, 12. 03. 2018


Kreispokal Wiesbaden - Viertelfinale

FSV Hellas Schierstein 1968 - FV Biebrich 02 2:3 (0:2) - 21. 03. 2018

Hellas' Aufholjagd kommt zu spät

Kreispokal: Biebrich 02 gewinnt bei Hellas Schierstein nach 3:0-Führung im Endergebnis knapp und zieht ins Halbfinale ein

Schierstein. Die Sensation blieb aus: Vor 200 Zuschauern verlor Gruppenligist Hellas Schierstein am Donnerstagabend mit 2:3 (0:2) das Kreispokal-Viertelfinale gegen den Verbandsligisten FV Biebrich. Der Favorit führte bereits nach zehn Minuten mit 2:0 und sah bis fünf Minuten vor Schluss wie der eindeutige Sieger aus, ehe die Griechen sich noch einmal zurückmeldeten. Doch die Aufholjagd kam zu spät.

Aus dem hochkonzentriert agierenden 02-Ensemble von Coach Nazir Saridogan ragte in der Anfangsviertelstunde vor allem Julian Gerwalt heraus. Erst tauchte er in linker Position im Strafraum auf und bereitete perfekt für Christian Kunert (3.) vor, dann tanzte er auf der rechten Außenbahn seinen Gegenspieler aus, legte quer und fand mit Sebastian Gurok nach zehn Spielminuten einen Abnehmer zur Biebricher 2:0-Führung. Hellas wirkte geschockt, suchte gegen die überlegenen Gäste mit hohen Bällen den Weg nach vorne. Wobei die Stürmer Mike de Sousa und Ex-02er Ilias Amallah bei Moritz Christ und David Schug zumeist abgemeldet waren. Immer wieder kombinierte der Verbandsligist zielsicher ins letzte Drittel und erarbeitete sich eine Reihe von Torabschlüssen. Aus der Distanz scheiterten sowohl Gerwalt (30.) als auch Derrick Amoako (43.) an Hellas-Schlussmann Alexander Zeeb. Die Gastgeber waren mit dem 0:2-Pausenrückstand fast noch gut bedient.

Seidelmann scheitert vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel brachte Schiersteins Trainer Dimitrios Tsakas mit Saki Nakos frischen Wind für die rechte Außenbahn. Die erste klare Torchance der Partie für die Hausherren bot sich allerdings über die linke Angriffsseite. Kapitän Ümit Balikci fand Mike de Sousa in der Spitze, doch der Italiener scheiterte an 02-Pokalkeeper Dennis Rothenbächer (49.). Ein Weckruf für die Biebricher, die ihre Defensiv-Akten fortan wieder besser im Griff hatten. Vorne stellte Orkun Zer für die 02er auf 3:0, nachdem Kunert nach einer Ecke am schnellsten geschaltet und für den Torjäger vorbereitet hatte (59.). Nach einer Stunde schien das Spiel bereits entschieden, wobei Michael Seidelmann fünf Minuten später per Strafstoß sogar noch hätte erhöhen können. Doch der Rückkehrer von einer Verletzungspause scheiterte bei seinem Handelfmeter unten links am starken Hellas-Keeper Zeeb (64.). Bei Zers Kopfball war der Torhüter schon geschlagen, doch die Querlatte bewahrte die Griechen abermals vor dem 0:4 (69.).

Ex-Biebricher machen es nochmal spannend

In der Schlussphase keimte plötzlich nochmal Hoffnung bei Hellas auf, da Ilias Amallah gegen seinen Ex-Verein mit einem abgefälschten Distanzschuss den Anschluss herstellte (87.). Wenig später flankte Iordanis Pechlivanidis maßgenau in die Mitte, wo mit Ninos Aodicho ebenfalls ein ehemaliger Biebricher mit dem Kopf ins Tor traf (90.+1). Doch das 2:3 kam aus Sicht der Hellenen zu spät - Schiedsrichter Manuel Abbondanza pfiff kurz darauf ab. Damit blieb zwar die Überraschung aus, doch die Griechen hatten zumindest Moral bewiesen. Der Sieger des Abends, Biebrich 02, trifft nun im Halbfinale auf den SC Klarenthal.

Die Trainer-Stimmen:

Dimi Tsakas, FSV Hellas Schierstein: In der ersten Halbzeit haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht, sodass die Sache eigentlich schon frühzeitig gegessen war. Biebrich hat den Ball sehr gut laufen lassen, während wir viel mit langen Bällen operiert haben. Mir hat insgesamt die Bewegung gefehlt, um Situationen auch mal spielerisch zu lösen. Der Sieg für Biebrich war zweifellos verdient. Trotzdem möchte ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, dass sie Moral gezeigt und das Spiel bis zum Schluss zu Ende gespielt hat.

Nazir Saridogan, FV Biebrich 02: Wir haben eine nahezu fehlerfreie erste Halbzeit gespielt und keine einzige Torchance zugelassen. Dazu haben wir zwei hervorragende Tore erzielt und hätten noch einen weiteren Treffer drauflegen können. Mir war bewusst, dass Hellas nach der Pause mit seinen Zuschauern im Rücken noch einmal alles versuchen wird. Auch wenn der Gegner zu ein paar Torchancen gekommen ist, haben wir es auch in dieser Phase clever gemacht und hätten nach dem 3:0 noch weiter erhöhen müssen. In so einem Spiel passiert es eben, dass noch einmal ein Anschlusstor fällt und dann waren wir in Gedanken schon beim Schlusspfiff. Über die gesamte Spieldauer haben wir uns aber auf jeden Fall als stärkere Mannschaft präsentiert und ziehen daher verdient ins Halbfinale ein.

FuPa, 21. 03. 2018


25. Spieltag

FC Schwarz-Weiß Dorndorf 1921 - FV Biebrich 02 3:3 (3:1) - 26. 04. 2018

Zer rettet Biebrich einen Punkt

Donnerstagsspiel Verbandsliga Hessen Mitte +++ Abstiegskandidat hält 02er in Schach +++ Starker Anfang, starkes Ende

Dorndorf. Moral bewiesen: Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 lagen beim FC Dorndorf zur Pause mit 1:3 zurück, um am Ende beim 3:3 zumindest noch einen Punkt mitzunehmen. Am Sonntag (15 Uhr) empfangen die 02er nun den Rangdritten SF/BG Marburg.

FC Dorndorf - FV Biebrich 3:3 (1:3)

Anfangs hatte die Mannschaft die gute Form der vergangenen Wochen bestätigt. Über die Stationen Sebastian Gurok und Christian Kunert gelangte die Kugel in die Mitte, wo Orkun Zer beim frühen 0:1 (2.) lediglich den Fuß hinzuhalten brauchte. David Meurer hätte erhöhen können, vergab jedoch in der zwölften Minute. In der Folge bereiteten die Biebricher den Gastgebern drei Torgeschenke. Torhüter Dennis Rothenbächer, bei seinen Einsätzen zuletzt mit guten Leistungen, gab dabei keine allzu glückliche Figur ab.

Im zweiten Durchgang kamen die 02er zurück. Nach Eckstoß von Julian Gerwalt verkürzte Zer. Die Biebricher blieben am Drücker. Nach erneuter Ecke – diesmal von Michael Seidelmann hereingeben – war Zer zum dritten Mal zur Stelle. „Unser Coach hat uns in der Pause gut motiviert. Am Ende waren wir dem 4:3 näher als der Gegner, können aber auch mit dem Punkt gut leben", fasste Dreifach-Schütze Orkun Zer zusammen.

Biebrich 02: D. Rothenbächer - Gurok, Schug, Mo. Christ, Tasdelen - Amoako, Meurer (J. Rodwald) - Kuner, J. Gerwalt (Nakamura), Rivera (Seidelmann) - O. Zer.

Tore: 0:1 O. Zer (2.), 1:1 Kap (20.), 2:1, 3:1 Wilhelmy (35./43.), 2:3, 3:3 Zer (65./80.)

Schiedsrichter: Hager (VfB Ginsheim)

Zuschauer: 100

WT, 27. 04. 2018


26. Spieltag

FV Biebrich 02 - FC Germania 06 Schwanheim 1:0 (0:0) - 25. 03. 2018

Zer belohnt Saridogans siebten Sinn

Biebrichs Trainer verzögert Auswechslung des Torjägers, der prompt das 1:0 über Schwanheim perfekt macht

Wiesbaden. Nazir Saridogan war draußen am Tüfteln. Und hatte so um die 80. Minute jenen Riecher, auf den er sich früher im Strafraum als ausgewiesener Goalgetter oft verlassen konnte. Der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 beließ Orkun Zer noch ein paar Minuten länger auf dem Platz als zuerst geplant. Irgendwo verbunden mit der Hoffnung, dass Biebrichs Rekordschütze doch noch zuschlägt. Das tat er im Duell mit Germania Schwanheim tatsächlich. Über die Stationen Julian Gerwalt und Christian Kunert kam Zer an den Ball, versenkte aus der Drehung unter der Latte. Und durfte sich nach abgeklungenem Jubel direkt auf die Auswechselbank begeben. Saridogan und er hatten im unsichtbaren Zusammenspiel beide das richtige Näschen gehabt.

Was nichts daran ändert, dass sich die erste Partie des Jahres auf dem großen Naturrasen-Hauptfeld vor ganz bescheidener Kulisse aus Sicht der Heimelf lange als zähe Angelegenheit entpuppte.

„In spielerischer Hinsicht war es nicht so schön“

„Wir haben verdient gewonnen. Aber in spielerischer Hinsicht war es nicht so schön“, bekannte Saridogan. Doch der Coach wusste auch, dass der Rasen seinen Schützlingen kräftemäßig alles abverlangt hatte. Sie waren am Ende ziemlich platt.

Vielleicht hätten die 02er befreiter auftrumpfen können, wenn Zer seine ersten Chancen genutzt oder Kunert seine Gelegenheit verwertet hätte. So aber musste Torhüter Dennis Rothenbächer bei Schwanheims größter Möglichkeit beim Stand von 0:0 großartig klären, um den Weg für das Happy End zu ebnen.

Rothenbächer war nach längerer Einsatzpause in der Ersten erstmals wieder zwischen die Pfosten gerückt, weil der zur Nummer eins avancierte Paul Kissler in der gesamten vergangenen Trainingswoche aus beruflichen Gründen hatte passen müssen.

Gut für die 02er, dass mit Rothenbächer ein zweiter guter Keeper vorhanden ist. Jetzt gilt es, am Donnerstag beim FC Waldbrunn nachzulegen.

Biebrich 02: D. Rothenbächer – Tasdelen (52. Nakamura), Mo. Christ, Schug, Seidelmann (79. Rivera) – Meurer, Amoako – Kunert, J. Gerwalt, Gurok – O. Zer (83. Udagawa).

Tor: 1:0 Zer (83.). – SR: Becher (Karben). – Zuschauer: 50.

WT, 26. 03. 2018


27. Spieltag

SV 1919 Zeilsheim - FV Biebrich 02 1:2 (1:1) - 08. 04. 2018

Biebrich 02 setzt sich neue Ziele

Orkun Zer sorgt in der Schlussminute für den 2:1-Siegtreffer in Zeilsheim

ZEILSHEIM. Zwei Treffer für die „Blauen“, einer für die „Grünen“: Das Biebricher Frühlingshoch hielt auch beim SV Zeilsheim an. Nur eine Niederlage aus den letzten sieben Spielen in der Fußball-Verbandsliga Mitte steht mittlerweile zu Buche. Dabei ließen sich die 02er auch nicht von einem zwischenzeitlichen Rückstand des von Sascha Amstätter trainierten SVZ foppen. Nach einem Ballverlust schalteten die personell dezimierten Gastgeber schnell um und kamen durch Josef Sultani zur Führung. Diese hatte jedoch nur vier Minuten Bestand, weil Christian Kunert per Kunstschuss ausglich: Vom Strafraumeck beförderte er den Ball in den Winkel. „Ich weiß selbst nicht, ob er den so schießen oder flanken wollte“, gab Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ zu Protokoll. Kurz vor der Pause jagte Ertugrul Erdogan einen Volleyschuss aus 20 Metern an die Querlatte. Die Elf von Nazir Saridogan beherzigte die taktische Marschroute, es permanent über die Außen zu versuchen, und setzte über die Flügel immer wieder Akzente. „Leider hat oft der letzte Pass gefehlt oder ein Zeilsheimer Bein war gerade noch dazwischen“, monierte Christ.

Bis zur Schlussminute hatte das Unentschieden also Bestand, ehe der freigespielte Goalgetter Orkun Zer gegen die Laufrichtung des Zeilsheimer Keepers Dominik Reining zum umjubelten Siegtreffer traf. Mit einer Glanzparade im Eins-gegen-Eins gegen Ertugrul Erdogan hielt Paul Kissler den Dreier in der Nachspielzeit schließlich fest. "Beide Mannschaften haben sich über die 90 Minuten weitestgehend neutralisiert. Das war ein typisches 1:1-Spiel mit dem letztlich besseren Ende für Biebrich", lautete das Fazit des Zeilsheimer Präsidenten Peter Strauch. Mit dem Dreier setzten die 02er ihren Trend fort. „Jetzt wollen wir unter den Top Fünf landen“, gab Christ die Marschroute für die verbleibenden Partien aus. Der Kader soll weitgehend beibehalten und nur punktuell verstärkt werden. Christ: „Wir sondieren bereits nach zwei bis drei Neuen. Jung und gierig sollten sie sein, aber auch geduldig. Und vor allem müssen sie charakterlich zu uns passen.“

Biebrich 02: Kissler – Tasdelen, Meurer, Seidelmann (66. Rivera), Kunert, Gurok, Schug, Mo. Christ, Gerwalt (71. Nakamura), O. Zer, Amoako.

Tore: 1:0 Sultani (26.), 1:1 Kunert (30.), 1:2 O. Zer (90.).– SR: Haase (Frankfurt).– Zu.: 100.

WT, 09. 04. 2018


28. Spieltag

FV Biebrich 02 - FSV 1918 Braunfels 2:1 (0:0) - 14. 04. 2018

Braunfelser Not-Elf knapp vor Punktgewinn

VL Mitte: +++FSV unterliegt knapp +++"Haben über 90 Minuten Paroli geboten..."

Überraschend offen konnte der FSV Braunfels die Auswärtspartie in Biebrich gestalten, waren die - vor allem personellen - Vorzeichen doch eher mäßig gewesen...

FV Biebrich - FSV Braunfels 2:1 (0:0)

Trainer und Spieler zugleich war Pal Gojanaj heute auf Seiten der Gäste: "Das ist natürlich absolut verrückt", beurteilt er sein Comeback als Aktiver, welches "aber natürlich auch eine Menge Spaß gemacht" habe. Insgesamt war man auf Seiten der Gäste mit dem Auftritt sehr zufrieden: "Auf der Hinfahrt haben alle mit dem Schlimmsten und einer hohen Niederlage gerechnet", erinnert sich Gojanaj, doch auf dem Platz haben "dann alle Mann gewollt" und traten "sehr lauf- und zweikampfstark" auf. Bereits vor der Pause hätte das Schlusslicht durchaus in Führung gehen können, kurz nach Wiederanpfiff belohnte Can Arslan dann den bis dahin couragierten Auftritt seiner Mannschaft (46.) - dann kam es, wie es in den letzten Wochen und Monaten so oft kam aus FSV-Sicht: "Das 1:1 fällt mehr oder weniger aus dem Nichts und das 2:1 war ein abgefälschter Freistoß, wodurch unser Torhüter absolut chancenlos war." Insgesamt zehn Stammspieler musste Gojanaj in Biebrich ersetzen, nichtsdestotrotz spielte seine Elf "konsequent von hinten heraus" und musste nur selten auf lange Bälle zurückgreifen: "Es freut mich für meine Mannschaft, dass sie so gut mitgehalten und dem Gegner über die gesamte Spieldauer Paroli geboten hat", umso bitterer sei es, "dass wir am Ende nicht zumindest einen Punkt mitgenommen haben." Vor der nächsten Partie in Bicken hat der FSV nun zehn Tage Zeit, sich von den Strapazen der letzten Wochen zu erholen und auf die Rückkehr einiger Verletzter zu hoffen.

FuPa, 14. 04. 2018


Biebrich siegt knapper als erwartet

Verbandsliga Mitte: 2:1-Sieg gegen Schlusslicht Braunfels

Der FV Biebrich hat sich in der Verbandsliga Mitte gegen Schlusslicht FSV Braunfels wie erwartet durchgesetzt. Allerdings knapper als erwartet, denn über weite strecken harmlose Braunfelser langte es für den favorisierten Tabellenfünften gerade so zu einem 2:1-Erfolg.

FV Biebrich - FSV Braunfels 2:1 (0:0)

Die Gäste aus Mittelhessen kamen mit dem letzten Aufgebot in die Landeshauptstadt und hatten im Kader nur 13 Spieler nominieren können. Dennoch gelang es dem FSV in der ersten Hälfte, auf dem Rasenplatz des Dyckerhoff-Sportfeldes die Null zu halten. "Wir haben uns extrem schwer getan. Der Gegner hat kämpferisch alles in die Waagschale geworfen. Das war unsere schlechteste Leistung seit allem", berichtete Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ.

Der erste Abschnitt zwischen verlief relativ unspektakulär. Hochkarätige Chancen und Ansätze waren die Ausnahme. Die wenigen Gelegenheiten gab es auf Seiten der Gastgeber, die Gäste schienen offensiv ideenlos. Im zweiten Durchgang ließ Can Arslan Braunfels schon nach wenigen Sekunden jubeln und brachte den krassen Außenseiter mit 1:0 in Führung.

Ausgleich durch Nakamura

"Danach haben wir den Gästen nicht eine Chance zugelassen. Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, dennoch war es ein unangenehmes Spiel", versicherte Christ. Dem Ausgleich durch den Japaner Rikuya Nakamura per Kopfball ging ein Lattentreffer des FV 02 voraus. Letztlich konnten die wackeren Gäste dem Druck des Wiesbadener Stadtteilvereins nicht standhalten.

Braunfels wollte das Ergebnis über die Zeit retten und plötzlich schlug es hinter Torhüter Fabian Engelhard ein. Lukas Brück unterlief bei einem Abschluss von Christian Kunert sieben Minuten vor dem Ende ein klassisches Eigentor. "Es war kein gutes Spiel mit einer sehr hohen Fehlpassquote. Das können wir besser, aber den dreckigen Sieg nehmen wir mit", so Christ.

Die Statistik:

FV Biebrich: Rothenbächer - Nakamura, Tasdelen, Seidelmann (22. Gerwalt), Kunert, Gurok (60. Uragawa), Schug, Christ, Zer, Amoako, Rivera (68. Rodwald - Trainer: Nazir Saridogan.

FSV Braunfels: Engelhard - Gojanaj, Franke (82. Kaya), Sidorenko, Brück, Fabrizio, Jung, Caglar, Donges, Arslan, Guht (84. Michel) - Trainer: Pal Gojanaj.

Schiedsrichter: David Rau (Mainz).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Can Arslan (46.), 1:1 Rikuya Nakamura (55.), 2:1 Lukas Brück (83., Eigentor).

Torgranate, 14. 04. 2018


Dank Kunert Dreier nach dürftiger Darbietung

BIEBRICH 02: Abgefälschter Schuss bringt 2:1-Arbeitssieg über Braunfels +++ Donnerstag Pokalhalbfinale beim Kreisoberligisten SC Klarenthal

Wiesbaden. Davor ist kein Team im Verlauf einer langen Saison gefeit: Vor einem Tag, an dem einfach nichts zusammenlaufen will. Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 erwischte so einen gegen Schlusslicht FSV Braunfels und durfte sich glücklich schätzen, am Ende durch den abgefälschten Schuss von Christian Kunert noch mit 2:1 (0:0) die Oberhand zu behalten. „Unsere schlechteste Saisonleistung. Gegen eine tief stehende Mannschaft haben wir es einfach nicht gut gelöst und nicht geschafft, lange genug in Ballbesitz zu bleiben“, bemängelte Trainer Nazir Saridogan und ärgerte sich zudem, dass seine Order, über die Flügel mit flachen Hereingaben zu operieren, allenfalls bedingt befolgt wurden. Prompt fing Braunfels einen hohen Biebricher Ball ab, kam kurz nach der Pause per Konter zum 0:1. Nach einem Schuss von Sebastian Gurok, den Keeper Fabian Engelhard an die Latte lenkte, staubte Rikuya Nakamura zum 1:1 ab, ehe Kunert im Finish glücklich einschweißte. Vorsorglich ausgetauscht aufgrund einer Wadenblessur wurde Linksfuß Michael Seidelmann. Ob er am Donnerstag (19.30 Uhr) im Pokalhalbfinale beim Kreisoberligisten SC Klarenthal auflaufen kann, bleibt abzuwarten.

Fakt ist, auf die Blauen wartet eine Mission, die nicht zum Selbstläufer werden dürfte. „Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber im Pokal haben wir bislang stets die notwendige Einstellung an den Tag gelegt“, lässt Saridogan keinen Zweifel daran, dass sein Ensemble als ranghöchstes Amateurteam der Landeshauptstadt den Einzug ins Endspiel anstrebt, das am 23. Mai bei der Spvgg. Igstadt stattfinden wird, die 2018 ihr 70-Jähriges feiert.

Biebrich 02: D. Rothenbächer – Gurok (60. Udagawa), Mo. Christ, Schug, Seidelmann (22. J. Gerwalt) – Tasdelen, Amoako – Kunert, Nakamura, Rivera (68. J. Rodwald) – O. Zer.

Tore: 0:1 C. Arslan (46.), 1:1 Nakamura (55.), 2.1 Kunert (83.). – SR: Rau (VfR Nierstein). – Zuschauer: 70.

WK, 16. 04. 2018


29. Spieltag

FV 09 Breidenbach - FV Biebrich 02 0:3 (0:1) - 22. 04. 2018

Paul Kissler grandios, Orkun Zer mit Auge

BIEBRICH 02: Imponierendes 3:0 in Breidenbach +++ Auch Gewitter bringt Team nicht aus dem Rhythmus

Breidenbach. In der vergangenen Runde durften sich die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 immerhin mit dem Titel „bestes Rückserien-Team“ schmücken, in der laufenden Saison sind sie nach dem imponierenden 3:0 beim FV Breidenbach auf dem Weg dorthin. „Unser Ziel ist es schon, in dieser Spielzeit nicht mehr zu verlieren“, sagt der Sportliche Leiter Malte Christ, nachdem das Team nach der Pause Blitz, Donner und Starkregen getrotzt hatte.

Partie mit ganz vielen Torraumszenen

Mit früher Parade hatte 02-Keeper Paul Kissler für ein erstes Highlight eines Klassespiels gesorgt (6.). Sechs Minuten später gelangte der feine Diagonalpass des agilen Christian Kunert zu Julian Gerwalt, der einen Mann aussteigen ließ, aus 16 Metern im Giebel einschweißte. Bei Breidenbachs 30-Meter-Ball an den Querbalken lag der Ausgleich in der Luft (33.). Doch Biebrich hielt stets Antworten parat. Wie bei Kunerts Innenpfosten-Knaller kurz vor der Pause.

Nach Wiederbeginn vollbrachte Kissler zwei weitere Großtaten, parierte auch den von ihm verursachten und von Felix Baum geschossenen Foulelfmeter (62.), hielt den Ball in dieser Szene sogar fest. Auf der Gegenseite wurde FVB-Torwart Tobias Ochs zum Pechvogel, rutschte vor dem 2:0 aus. Orkun Zer, der sich im Hinspiel schwer am Knöchel verletzt hatte, erfasste die Situation blitzschnell, verwandelte von der Mittellinie, um noch das 3:0 folgen zu lassen.

„In der ersten Halbzeit mussten wir bereits gefühlt 3:0 oder 3:1 führen. Nach der Pause haben wir vorübergehend etwas die Kontrolle verloren. Doch mit dem 2:0 war das Spiel gelaufen“, zeigte sich 02-Chefcoach Nazir Saridogan hochzufrieden.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Mo. Christ, Schug, Tasdelen – Amoako, J. Rodwald (65. Nakamura) – Kunert, J. Gerwalt, Rivera – O. Zer (82. Udagawa).

Tore: 0:1 Gerwalt (12.), 0:2, 0:3 O. Zer (76./79.) – SR: Wahl (Wolfhagen). – Zu.: 50.

WT, 23. 04. 2018


30. Spieltag

FV Biebrich 02 - Sportfreunde/Blau-Gelb Marburg 0:3 (0:1) - 29. 04. 2018

Wie verhext: Zer lässt beste Chancen aus

SF/BG Marburg dagegen beim 3:0 gnadenlos effektiv +++ Christ: Nicht mal schlecht gespielt

Wiesbaden. Es war zum Verzweifeln: Allein Orkun Zer hätte dem Spiel eine andere Richtung geben können. Doch Fortuna verweigerte dem Torjäger des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 ausnahmsweise einmal die Gefolgschaft. Während die starke Elf von SF/BG Marburg ihre Gelegenheiten konsequent nutzte. „Wir haben nicht mal schlecht gespielt. Aber Marburg war einfach gnadenlos effizient, brauchte für drei Tore fünf Chancen“, fasste 02-Sportchef Malte Christ eine Partie zusammen, die mit 3:0 klar an die Gäste ging. Es war Biebrichs dritte Heimniederlage der Saison.

Elfmeterpfiff für die Biebricher bleibt aus

Wobei die 02er durch Derrick Amoako und Zer (3./4.) gleich zu Topchancen gekommen waren, aber in der 12. Minute nach weiter Freistoß-Hereingabe durch Matthias Pape beim 0:1 kalt erwischt wurden. Um weiter aufs Gaspedal zu drücken. Zer verpasste mit der Stirn den Ausgleich, ehe Amoako zum Kopfball ansetzte. Die Biebricher sahen in dieser Szene ein Handspiel eines Marburger Feldspielers, doch die Pfeife des Referees blieb stumm.

Gleich nach dem Wechsel scheiterte Zer am starken Keeper Dusan Olujic – es war wie verhext. „Wir hätten wohl noch Stunden spielen können, ohne zu treffen“, mutmaßte Christ. Derweil plagt sich 02-Mittelfeldspieler Sebastian Bauschke weiter mit einer hartnäckigen Blessur im Leistenbereich herum.

Biebrich 02: Kissler – Gurok, Schug, Mo. Christ, Tasdelen – Meurer, Amoako (75. J. Rodwald) – Kunert, J. Gerwalt (70. Seidelmann), Rivera (46. Nakamura) – O. Zer

Tore: 0:1 Pape (12.), 0:2 Jogataki (62.), 0:3 Löwer (70.). – SR: F. Angermaier (SV Oberselters). – Zuschauer: 80.

WT, 30. 04. 2018


31. Spieltag

1. FC Viktoria 07 Kelsterbach - FV Biebrich 02 0:2 (0:0) - 06. 05. 2018

Dank Zer und Gurok nun Fünfter

BIEBRICH 02: „Blaue“ siegen beim freiwilligen Absteiger Viktoria Kelsterbach mit 2:0

Kelsterbach. Das Effizienz-Problem zumindest teilweise gelöst: Beim früheren Hessenligisten Viktoria Kelsterbach, der nach der Runde freiwillig in der Kreisoberliga absteigt, siegten die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 mit 2:0. „Wir hatten aber Chancen für acht oder neun Tore", stellte der Sportliche Leiter Malte Christ fest. Durch den Dreier und das gleichzeitige Remis des SV Zeilsheim haben sich die „Blauen" auf Platz fünf vorgeschoben.

Doch anfangs hatte sich die beim 0:3 gegen SF/BG Marburg auffällige Abschluss-Misere nahtlos fortgesetzt. Christian Kunert, Derrick Amoako, Orkun Zer (per Kopf) und Camilo Rivera zielten knapp vorbei oder scheiterten an Nemanja Saula. Auch Sebastian Gurok vergab im ersten Versuch gegen Kelsterbachs Keeper, um den Nachschuss an den Querbalken zu knallen (45.).

Sebastian Bauschke wird am Dienstag operiert

Erst nach dem Pausengetränk passte es bei Zers Kopfballtor nach einer Gurok-Flanke. Gurok selbst krönte die Stafette über die Stationen Kunert und Julian Gerwalt mit dem 2:0.

Derweil wird Mittelfeldspieler Sebastian Bauschke aufgrund seiner langwierigen Probleme im Leistenbereich an diesem Dienstag in München operiert. Danach wird sich entscheiden, ob er nächste Saison in Biebrich bleibt. Die Verantwortlichen würden ihn gerne halten. Bei Derrick Amoako stehen die Zeichen wohl auf Abschied. Er soll bei Hessenligist Ginsheim im Gespräch sein.

Diskussionen zur Zukunft der zweiten Mannschaft

Davon abgesehen gibt es in der 02-Führung Diskussionen im Hinblick auf die Zukunft der zweiten Garnitur, die in der Kreisoberliga kickt, in der laufenden Runde in die A-Liga abzusteigen droht. Unabhängig von der sportlichen Situation steht sogar ein Rückzug des Unterbaus im Raum, doch dafür dürfte es intern keine Mehrheit geben.

Biebrich 02: D. Rothenbächer – Gurok, Meurer, Schug, Rivera – J. Rodwald (55. Udagawa), Tasdelen – Kunert, Amoako (80. Seidelmann), Nakamura (70. J. Gerwalt) – O. Zer.

Tore: 0:1 Zer (46.), 0:2 Gurok (82.). – SR: Rodrigues (Offenbach). – Zu.: 60.

WT, 07. 05. 2018


32. Spieltag

FV Biebrich 02 - VfB 1905 Marburg 2:3 (1:1) - 12. 05. 2018

Spiel verloren und keiner weiß warum

BIEBRICH 02 Nach 2:1-Führung 2:3 gegen den VfB Marburg / Bauschke bleibt den Blauen treu

WIESBA­DEN (nn). „Letztlich“, stellte Na­zir Saridogan fest, „haben wir ein Spiel verloren und keiner hat gewusst, warum“. Entsprechend hatte der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 am 2:3 (1:1) gegen den VfB Marburg zu knabbern.

Wo doch seine Schützlinge das Geschehen fast 75 Minuten lang klar bestimmten. Aber bereits mit dem 0:1 einen Rückschlag hinnehmen musste. Den sie umgehend wegs­teck­ten, als der agile Michael Seidelmann im Strafraum nur regelwidrig gebremst werden konnte und Orkun Zer den fälligen Elfmeter verwandelte. Das 2:1 von Christian Kunert direkt nach der Pause schien die Weichen auf Sieg zu stellen. Doch weit gefehlt: Verhängnisvolle Schnitzer ermölichten Marburg nicht nur das 2:2, sondern auch – mitten hinein in den Biebricher Augenblick des Schockmoments auch wenig später das Sieg­tor. „Einfach nur bitter, so ein Spiel noch abzugeben. Aber das ist auch eine Art Lernprozess. Wir haben es verpasst, das 3:1 zu machen“, analysierte Saridogan.

Auch bei Seidelmann stehen die Zeichen auf Einigung

Erfreulich dagegen: Sebastian Bauschke hat seine Operation im Leistenbereich offenbar gut überstanden und wird auch nächste Saison das blaue 02-Trikot überstreifen. „Wir haben uns geeinigt“, freut sich sein Trainer über den Verbleib des Mittelfeld-Strateen. Darüber hinaus stehen auch bei Seidelmann – wie Bauschke lange durch Verletzung außer Gefecht gesetzt – die Zeichen auf Verbleib. „Wir sind so gut wie durch“, blickt Saridogan dem Vollzug entgegen. Unklar dagegen, ob Jan Rodwald auch 2018/19 zum Kader zählen wird.

Bie­brich 02: Kissler – Gurok (72. Udagawa), Mo. Christ, Schug, Rivera (85. J. Rodwald) – Tasdelen, Amoako – Kunert, Nakamura, Seidelmann, – O. Zer.

To­re: 0:1 Mohr (30.), 1:1 O. Zer (37./Foulelfmeter), 2:1 Kunert (49.), 2:2 S. Schmidt (73.), 2:3 Besel (76.). – SR: Pietrowski (Langen). Zu.: 100.

WT, 14. 05. 2018


33. Spieltag

TSV 1921 Bicken - FV Biebrich 02 3:5 (2:2) - 20. 05. 2018

200. Liga-Treffer von Orkun Zer

Goalgetter setzt Maßstäbe +++ Nach 5:3 in Bicken für Cupfinale gegen Niedernhausen gerüstet

Bicken. Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 ist für das Cupfinale an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) in Igstadt gegen Gruppenligist SV Niedernhausen gewappnet: Mit einem 5:3 beim TSV Bicken schoss sich das Team von Nazir Saridogan für Kreisendspiel ein. Orkun Zer setzte den Schlusspunkt mit seinem 200. Treffer auf der Verbandsliga-Bühne. Die meisten davon erzielte er natürlich für die 02er, denen er 2018/19 verbunden bleibt. Währendessen ist auch der Verbleib von Linksfuß Michael Seidelmann laut Malte Christ „fix“.

In Bicken freute sich der Sportliche Leiter über eine „engagierte Leistung“. Alutreffer von Christian Kunert und Derrick Amoako belegen, dass das Ergebnis noch klarer hätte ausfallen können. Fakt ist: Die Offensive sprühte vor Spielfreude. Exemplarisch dafür stehen die über die Außenbahnen eingefädelten Treffer zum 3:2 und 4:2 durch den eingewechselten Julian Gerwalt und durch Rikuya Nakamura, der im Sommer in seine südkoreanische Heimat zurückkehrt.

Auch bei Standards haben die Biebricher ihre Stärken. Der anfangs mit viel Gefühl zum 1:1 in den Winkel gezirkelte Freistoß von Zer zum 1:1 bewies es. „Wir sind gerüstet“, hofft Christ bei der Neuauflage gegen Niedernhausen auf eine Revanche für die letztjährige Niederlage.

Fupa, 20. 05. 2018


Aktueller Spieltag

Kreispokal Wiesbaden - Finale

FV Biebrich 02 - SV 1913 Niedernhausen 3:2 (1:2) - 23. 05. 2018

Biebrich jubelt nach dramatischem Finale

Umstrittene Elfmeter-Entscheidung führt zum 3:2-Siegtreffer gegen Niedernhausen +++ Revanche des Vorjahres geglückt +++ FuPa.TV war vor Ort

Kreispokal: Biebrich 02 gewinnt bei Hellas Schierstein nach 3:0-Führung im Endergebnis knapp und zieht ins Halbfinale ein

WIESBADEN. Fünf Tore, zwei Elfmeter, zwei Platzverweise und hitzige Diskussionen über die entscheidende Szene: Was für ein dramatisches Kreispokalfinale der Wiesbadener Fußballer! Am Ende siegte Verbandsligist FV Biebrich 02 in Igstadt mit 3:2 (1:2) gegen Gruppenligist SV Niedernhausen und revanchierte sich für die Niederlage im letztjährigen Endspiel.

Die Entstehung des Elfmeters, den Biebrichs David Meurer in der 81. Minute zum 3:2 verwandelte, sorgte für jede Menge Gesprächsstoff: Denn der Schiedsrichter hatte nach einem Foul an der Strafraumgrenze zunächst auf Freistoß für die „Blauen“ entschieden, ehe ihn der Assistent noch umstimmte. „Dieser Strafstoß war mehr als fragwürdig“, bedauerte SV-Trainer Jens Klische. „Es ist schade, dass ein Finale so entschieden wird.“

Gleichzeitig trauerte Klische „den vielen Chancen hinterher. Wir hätten rechtzeitig das 3:1 machen müssen, dann hätten wir das Spiel durchaus nach Hause bringen können.“ Niedernhausen ging schon nach 50 Sekunden durch Dennis Merten in Front, Derrick Amoako (6.) glich rasch aus. Niedernhausen vergab anschließend beste Möglichkeiten, kurz vor der Pause besorgte SV-Stürmer Manuel Ulm per Handelfmeter das 2:1. Nach dem Seitenwechsel ging es hin und her. Mit einem wuchtigen Freistoß gelang Orkun Zer (57.) das 2:2. Nach dem 3:2 sahen Christian Kunert (Biebrich) und Maximilian Berg (SV) GelbRot. Ulm und Merten verpassten in der Nachspielzeit noch den möglichen Ausgleich.

FuPa, 24. 05. 2018


34. Spieltag

FV Biebrich 02 - SSV Langenaubach 1920 2:0 (1:0) - 27. 05. 2018

Rothenbächer bleibt, Amoako wechselt

BIEBRICH 02: Mittelfeldmann geht nach Ginsheim / 2:0 gegen Langenaubach +++ Kissler hält zwei Elfmeter

Wiesbaden. Erfreulicher Schlussakkord: Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 bezwangen den SSV Langenaubach zum Ausklang mit 2:0 (1:0). Das herrliche Kopfballtor von David Meurer, der den Ball nach einer von Julian Gerwalt hereingegebenen Ecke in den Winkel wuchtete, ebnete den Weg zum finalen Dreier des Wiesbadener Pokalsiegers. Ein Sieg, der durchaus Unterhaltungswert besaß, überdies den Sprung auf Platz fünf bewirkte. „Was wir mit einem engen Kader in Verbindung mit einigen Langzeitverletzten erreicht haben, kann sich sehen lassen“, befand Chefcoach Nazir Saridogan nach dem finalen Heimsieg.

Orkun Zer trifft und handelt sich kurz darauf Gelb-Rot ein

In der zweiten Hälfte erhöhte Orkun Zer mit der Stirn auf 2:0, um sich wenig später eine Ampelkarte einzuhandeln. Doch es brannte nichts mehr an, weil Torwart Paul Kissler gleich zwei Handelfmeter parierte.

Nach seinem feststehenden Weggang zu Gruppenliga-Rückkehrer FC Bierstadt halten die Verantwortlichen intensiv Ausschau nach einem neuen Keeper. „Schade, dass Paul geht. Er ist ein richtig guter Keeper und hat vom Typ her bei uns reingepasst. Letztlich können wir das nicht nachvollziehen. Doch ich bin völlig relaxt. Wir stehen in Kontakt mit zwei Torhüter-Kandidaten“, umreißt der Sportlichen Leiter Malte Christ die Lage mit Blick auf den Part zwischen den Pfosten. Mit Dennis Rothenbächer bleibt der zweite Schlussmann des Kaders den 02ern treu.

A-Jugendtorjäger Aboubakari verlässt 02er

Klar ist inzwischen, dass sich Mittelfeld-Crack Derrick Amoako zum Hessenligisten VfB Ginsheim verändern wird. Hinter dem Verbleib von Jan Rodwald steht ein dickes Fragezeichen. Die Zeichen stehen wohl eher auf Abschied. Seinen Abschied angekündigt hat auf jeden Fall Nazeem Aboubakari, mit 30 Treffern maßgeblich am Verbandsliga-Titelgewinn der 02-A-Junioren beteiligt.

Nazir Saridogan hatte ihn für den Kader der Ersten fest in Auge gefasst. Doch der Youngster, so Christ, werde sich wohl in Richtung Hassia Bingen verändern.

Biebrich 02: Kissler – Tasdelen, Meurer, Schug (61. Mo. Christ), Rivera – Amoako, J. Rodwald – Udagawa, Nakamura (71. Gurok), J. Gerwalt – O. Zer.

Tore: 1:0 Meurer (15.), 2:0 Zer (63.) – SR: Radl (Olympia Biebesheim) – Zuschauer: 70. – Gelb-Rot: Zer (75.).

WT, 28. 05. 2018


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