Blue Boyz und Girlz FV Biebrich 02
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Der Biber schaut durchs Schlüsselloch

nach unten August 2019

August 2019

August 2019

Den Pokal im Blick

02-Vorsitzender Horst Klee hat die Parole ausgegeben: „Diesmal muss der Pokalsieg her.“ Das enttäuschende Halbfinal-Aus des Pokalverteidigers gegen Hellas Schierstein im Frühjahr wurmt ihn immer noch. Die Auslosung der ersten Runden auf Kreisebene findet traditionell am Weinwochen-Montag im Festsaal des Wiesbadener Rathauses statt. Diesmal also am 12. August um 18.30 Uhr.

Hallensanierung lässt auf sich warten

Mit der Generalsanierung der Sporthalle Biebrich am Dyckerhoff-Sportfeld wird nun doch erst frühestens im Sommer 2020 begonnen. Die Verzögerung der einst als dringlichst angesehenen Maßnahme ist einerseits zwar ärgerlich, andererseits steht die Halle der 02-Jugendabteilung im kommenden Winter noch für die beliebten Turniere zur Verfügung.

Mosburgfest an den 02-Ständen

Beim Mosburgfest der Arbeitsgemeinschaft Biebrichr Vereine und Verbände werden auch die 02-Fußballer wieder ihre Stände am traditionellen Platz am Nordufer des Schlosspark-Weihers aufbauen. Am Freitag, 23. August, sind die Freunde der Blauen wieder zu einem Eröffnungs-Freibier eingeladen. Natürlich hoffen die Verantwortlichen des „Versorgungsteams“ um Charalampos Mentis, dass auch am Samstag und Sonntag zahlreiche Besucher vorbeischauen und die schöne sommerliche Park-Atmosphäre genießen.

Aktiver Freundeskreis

Der Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins traf sich Ende der vergangenen Saison wieder im Jagdschloss auf der Platte bei dem langjährigen Trikotsponsor Stefan Bazant. Ein schöner Abend, der auch als Dank für die treuen Unterstützer gedacht ist. Armin Brandenburger will zum Saisonbeginn die Verbandsliga-Mannschaft ins Café Immenso in der Wiesbadener Goldgasse zu einem Espresso einladen, auf dass sie hellwach in die ersten Spiele geht.

Lauter 75er und 80er

Anfang Juli häuften sich die runden Geburtstage. Eine Woche vor seinem Freund Jürgen Grabowski wurde am 1. Juli Dieter Lindner 75. Lindner war lange Jahre Mitglied des 02-Vorstands, Schiedsrichter und Schiedsrichter-Betreuer. Auch heute ist er noch regelmäßig als Zuschauer der Spiele seiner Blauen auf dem Dyckerhoff-Sportfeld zu Gast. Ein Tag später feierte der ehemalige Oberbürgermeister, 02-Mitglied Hildebrand Diehl, seinen 80. Geburtstag. Seinen 75. Geburtstag hat Wolf-Dietrich von Helldorff noch vor sich. Das Mitglied des Freundeskreises der Blauen vollendete das dritte Jahrhundert-Viertel am 23. August. Der Biebricher Fußballverein wünscht allen ein gutes neues Lebensjahr bei bester Gesundheit.

Helmut Fritz 80

Der Wiesbadener Sportkreisvorsitzende Helmut Fritz wurde am 26. Juli 80 und feierte tags drauf auf dem Gelände des Wiesbadener Kanuvereins, dessen Ehrenvorsitzender er ist. Er führte nicht nur über Jahrzehnte den WKV, sondern fungierte parallel auch als Sitzungspräsident der „Wasserflöh“. Seine Karriere als Fastnachter hat er mittlerweile beendet, aber den Sportkreis führt er noch zwei Jahre, und Mitglied des Ortsbeirats Biebrich ist der ehemalige Leiter des Wiesbadener Verwaltungsseminars auch noch. Als Sprecher der SPD-Fraktion in richtunggebender Position. Fritz hatte sich 2009 mit immerhin schon 70 Jahren zur Verfügung gestellt, als der Sport der hessischen Landeshauptstadt einen streitbaren politischen Geist brauchte, der die Interessen der Wiesbadener Vereine in den städtischen Gremien und im Landesspotbund vertritt. Dass er mit der Sportstadträtin Helga Tomaschky-Fritz verheiratet ist, kann in diesem Zusammenhang nicht von Nachteil sein. Im Ortsbeirat gehört Helmut Fritz zum Kreis der munteren Senioren um den fast gleichaltrigen 02-Vorsitzenden Horst Klee (CDU) und den fünf Jahre jüngeren Ortsvorsteher Kuno Hahn (SPD). Sie schauen gemeinsam hellwach auf die Entwicklung Biebrichs und vor allem auf das, was man im Wiesbadener Rathaus mit den Biebrichern im Schilde führt. Mögen sie alle ihre wichtigen ehrenamtlichen Aufgaben noch lange ausüben können.

Große Koalition mit kirchlichem Segen

Markus Michel, Inhaber des TUI-Reisecenters an der Robert-Krekel-Anlage, Vorsitzender des Biebricher Gewerbevereins BIG und CDU-Fraktionschef im Ortsbeirat, hat seine persönliche große Koalition nun besiegelt und die SPD-Stadtverordnete Sandra Temmen geheiratet. Die standesamtliche Trauung im Biebricher Schloss wurde von Sven Gerich vollzogen – eine der letzten Amtshandlungen des „alten“ Oberbürgermeisters Sven Gerich. Der neue Schloss-Gastronom Harald Kauth sorgte dafür, dass niemand verdurstete oder hungern musste. Zu den zahlreichen Besuchern zählten auch die beiden 02-Vorsitzenden Host Klee und Heinz-Jürgn Hauzel. Den kirchlichen Segen erteilte den Michels zwei Wochen später in der Oranier-Gedächtniskirche Pfarrer Martin Roggenkämper. Und wieder gab es anschließend Sekt.

Der Biebricher Weltmeister ist 75

Er kam kaum in den Bürgersaal der Galateaanlage hinein. Noch auf der Treppe wurde der Grabi abgefangen. Mit dem größten Biebricher Fußballspross, der es mit der deutschen Nationalmannschaft 1974 bis zur Weltmeisterschaft gebracht hat, wollte jeder ein Bildchen. Von Selfie zu Selfie kämpfte sich Jürgen Grabowski nach vorn. Frank Loy, der Vorsitzende von Biebrich 19, hatte fast ein bisschen Mitleid mit ihm. Aber der Ehrenspielführer der Frankfurter Eintracht, der am 7. Juli seinen 75 feierte, ließ es sich eine Woche vor seinem Geburtstag nicht nehmen, an der vom Ex-Vorsitzenden Mike Klein verantwortlich organisierten Jubiläumsfeier seines 100-jährigen Stammvereins teilzunehmen. Im Kreise ehemaliger Mitspieler und Freunde fühlte er sich sichtlich wohl. Darunter auch viele 02er, mit denen er ab der A-Jugend zusammen bei den Blauen kickte, unter anderem Rainer Köhler und Wiesbadens Ehren-Kreisfußballwart Helmut Herrmann. Der geleitete ihn am Abend auch nach draußen zum Auto, mit dem er zur parallel stattfindenden Feier zum 120-jährigen Bestehen der Eintracht nach Frankfurt fuhr.

Kurier und Tagblatt hatten an diesem Tag an die Biebricher Jahre von Jürgen Grabowski erinnert. Der Beitrag unter der Überschrift „Der Biebricher Straßenfußballer, der Weltmeister wurde“ im Wortlaut:

Am 7. Juli feiert Jürgen Grabowski seinen 75. Geburtstag. Und der 2:1-Sieg über die Niederlande im Münchner Olympiastadion, der der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel brachte, liegt 45 Jahre zurück. Man mag es nicht glauben.

Noch ein paar Jahre weiter entfernt ist die große Zeit des Wiesbadener Fußballs. Als der Sportverein, die Germania und eben Biebrich 02 mit Jürgen Grabowski zur Elite der Hessenliga zählten. Damals war das die dritthöchste Spielklasse und die Zuschauer strömten in Scharen.

Der Grabi, der auf den Straßen und in Höfen gekickt hat, sich beim SV Biebrich 19, der am heutigen 29. Juni in der Galateaanlage sein 100-jähriges Bestehen feiert, mit gerade acht Lenzen in der C-Jugend gegen deutlich Ältere durchzusetzen lernte, hat seine Herkunft nie vergessen und nie verleugnet. Seine fußballerischen "Ziehväter" bei Biebrich 02, die ihn als 16-Jährigen unter ihre Fittiche nahmen, weil die 19er keine Spielmöglichkeit mehr anbieten konnten, preist er bis zum heutigen Tag: "Kurt Klein war bei den Blauen der Initiator einer tollen A-Jugend. Er hatte ein Team zusammengebastelt, das von Erfolg zu Erfolg eilte. Er hat uns zwei einzigartige Jahre beschert", formulierte der 44-fache Nationalspieler einmal. 1962 wurde die A-Jugend hessischer Vizemeister. Erst im Finale unterlagen die Biebricher denkbar knapp dem KSV Hessen Kassel. Trainer Heinz Przybilla integrierte fünf 18-Jährige aus diesem Team in die Hessenliga-Mannschaft. "Als Trainer war er echt super und nicht umsonst für uns alle der Chef. Ich verdanke ihm sehr viel." Sowohl in der A-Jugend wie in der ersten Mannschaft, so betont Grabowski, "hieß Kameradschaft unser Zauberwort". Mit den alten Mitspielern trifft er sich noch heute regelmäßig. "Meine Zeit bei Biebrich 02 war ein Glücksfall. Es stimmte einfach alles."

Es konnte nicht ausbleiben, dass sich höherklassige Vereine für das Riesentalent interessierten. Spielausschussmitglied Horst Klee, seit 1971 und bis heute Vorsitzender der Blauen, fuhr im Frühjahr 1965 mit Grabowski zu Rudi Gramlich, dem damaligen Präsidenten der Frankfurter Eintracht, um erste Gespräche über den Vertrag zu führen. Bei der Eintracht, der der Grabi bis zu seinem Karriereende 1980 die Treue hielt, wurde der Biebricher zum Weltmeister - und zu einer Legende, die heute im Eintracht-Lied besungen wird: "Wir haben die Eintracht im Endspiel gesehn, mit dem Jürgen, mit dem Jürgen. Sie spielte so gut und sie spielte so schön mit dem Jürgen Grabowski!"


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