Blue Boyz und Girlz FV Biebrich 02
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Der Biber schaut durchs Schlüsselloch

nach unten Mai 2018

Nicht ärgern – nur wundern

Sich über Spielpläne aufzuregen, macht so wenig Sinn, wie Schiedsrichter zu kritisieren. Sagen wir mal, es ist zumindest kurios, dass in den ersten fünf Wochen der Saison erste und zweite Mannschaft des Biebricher Fußballvereins jeweils nur ein Heimspiel haben. In der Verbandsliga geht’s gleich zum Auftakt am 6. August gegen den FC Eddersheim, der zweite Gast ist der FC Dorndorf, der am 9. September aufs Dyckerhoff-Sportfeld kommt. Dazwischen liegen drei Auswärtsspiele und das spielfreie Wochenende zum Mosburgfest (26./27. August). In der Kreis-Oberliga beginnen die Blauen mit zwei Auswärtspaartien (und dem spielfreien 20. August). Am Dienstag nach dem Vereinsfest im Schlosspark ist dann unter Flutlicht zur Heimpremiere die Spvgg. Sonnenberg zu Gast.

Dank der großen Jugendabteilung bleiben die Plätze natürlich trotzdem nicht verwaist. A- und B-Jugend haben in ihren Verbandsligen jeweils zwei Heimspiele. Die aufgestiegene B-Jugend empfängt mit Darmstadt 98 und Kickers Offenbach gar zwei namhafte Gegner.

Fußball-Reformation

Die Verbandsfunktionäre haben bei ihrer Spielplangestaltung auch gleich deutlich gemacht, welchen Sinn heutzutage Feiertage haben. Da ist ein einziges Mal – zum 500. Jubiläum – der Reformationstag am 31. Oktober auch in Hessen ein Feiertag. Und prompt wird er al Spieltag genutzt – in der Verbands- wie in der Kreis-Oberliga. Der Thesenanschlag findet für die erste Mannschaft in Oberliederbach, für die Reserve daheim gegen Meso/Massau statt.

Beste Stimmung beim Freundeskreis

Der Freundeskreis des Biebricher Fußballvereins traf sich zum Saisonschluss zum Spargelessen auf der Terrasse Casa Nova. 02-Vorsitzender Horst Klee hat die Unterstützer umfassend informiert und auf die neue Runde eingestimmt. Die allgemein gute Laune machte deutlich, dass die Blauen auf ihre treuen Gönner weiterhin bauen dürfen.

Das Mosburgfest – natürlich mit den Blauen

Am letzten August-Wochenende findet traditionell das Mosburgfest der Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände statt. Im Schlosspark sind selbstverständlich wie seit der Premiere 1979 auch die Blauen mit ihren Ständen vertreten. Vom Nordufer des Weihers hat man einen wunderbaren Blick auf das Musikalische Feuerwerk, das an Samstagabend sicher wieder zum Höhepunkt wird. Am Freitagabend, 25. August, begrüßen die 02er ihre Helfer und Mitglieder traditionell zum „Eröffnungsschluck“. Insgesamt beteiligen sich diesmal 19 AG-Mitglieder an dem Fest.


September 2017

Tolles Mosburgfest - unerfreuliche Diskussion

Das Mosburgfest war so stark besucht wie lange nicht mehr. Nur der Freitagabend, als die Blauen ihre Mitglieder zum Freibier geladen hatten, litt unter Regen. Am Samstag brummte das „Geschäft“, und am Sonntag war der Stand der Blauen der Letzte, an dem es noch was zu essen gab. Dank der guten Organisation von Chara Mentis und Klaus Tobies und der Mitarbeit vieler Helfer auch aus den aktiven Mannschaften feierten die 02er trotz des starken Andrangs ein problemfreies Mosburgfest.

Schade, dass es im Nachgang der Veranstaltung zum Streit über das Feuerwerk kam, das angeblich die Wasservögel zu stark in Mitleidenschaft gezogen habe. Im Rahmen der hitzigen Diskussion, drohte Günter Noerpel, der Vorsitzende der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände damit, künftig kein Mosburgfest mehr auszurichten. Ortsvorsteher Kuno Hahn hat indes schon gesagt: „Das Mosburgfest muss bleiben.“ Und sein Stellvertreter Wolfgang Gores, der als designierter Nachfolger von Noerpel in der AG gilt, hat versprochen: „Auch im nächsten Jahr wird dieses tolle Bürgerfest auf alle Fälle stattfinden.“

Der neue Platz drei ist fertig

Der neue Kunstrasenplatz auf der Dyckerhoff-Sportanlage hat seine Feuertaufe bestanden. Es wird dort eifrig trainiert und gespielt. Die Probleme mit den Trainingszeiten gehören der Vergangenheit an. Im Oktober sollen der Kunstrasen und die zweite vereinseigene Flutlichtanlage offiziell eingeweiht werden. Stadt und Verein suchen nach einem geeigneten Termin.

Für die Sanierung der alten Halle

An der Diskussion um die Zukunft der Sporthalle Biebrich, die von der Stadt in ein ordnungsgemäßes Bürgerbeteiligungsverfahren delegiert wurde, beteiligen sich natürlich auch die 02-Fußballer. Während sich die Vereine – inklusive der Blauen – durchweg für eine Sanierung der 54 Jahre alten Halle einsetzen, wünscht sich die Riehlschule einen Neubau. Allein aufgrund des zu erwartenden finanziellen Mehraufwands von rund sieben Millionen Euro, ist freilich nicht mit einer Empfehlung des Arbeitskreises für die Neubau-Variante zu rechnen. Zumal dann auch der Parkplatz, das Platzwartgebäude, ein Teil der Stehterrassen und das Tribünendach am Rasenfeld wegfallen würden. So ist damit zu rechnen, dass sich die Politik für eine Sanierung des Daches, des Hallenbodens und eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes entscheiden wird.

Glücksspieler zu Gast bei den Blauen

Hessen-Lotto, Partner des Biebricher Fußballvereins, richtet am 9. Juni kommenden Jahres wieder das Turnier der Landes-Lotteriegesellschaften aus. Und es wird wieder auf dem Dyckerhoff-Sportfeld stattfinden. Die bundesdeutschen Glücksspiel-Profis sind uns herzlich willkommen. Die Blauen werden alles tun, sie gut zu verpflegen, auf dass sie sich in Biebrich wohlfühlen.

Pokalendspiele in Biebrich

Am 3. Oktober finden auf dem Dyckerhoff-Sportfeld die Kreispokalendspiele der A- und B-Jugend statt. Die B-Jugend spielt um 12 Uhr, die A-Jugend um 14 Uhr. Die beiden Verbandsliga-Teams des Biebricher Fußballvereins greifen erst auf Regionalebene ins Pokalgeschehen ein.


Oktober 2017

Sanierung der alten Sporthalle

Die Sporthalle Biebrich bleibt erhalten und wird saniert. Das ist nun amtlich, nachdem sich Bürger und Nutzer in dem Beteiligungsverfahren, an dem auch der Biebricher Fußballverein mitgewirkt hat, mit übergroßer Mehrheit gegen einen Abriss und den Bau einer neuen Halle ausgesprochen haben. Der Ortsbeirat hat in seiner jüngsten Sitzung darum gebeten, dass während der etwa einjährigen Sanierungsarbeiten nach Möglichkeit Umkleidebereich und Sanitäranlagen weiter zur Verfügung stehen. Angedacht ist, mit der Grundsanierung in den Sommerferien 2018 zu beginnen.

Kunstrasen-Einweihung

Am Mittwoch, 18. Oktober, wird der neue Kunstrasenplatz auf dem Dyckerhoff-Sportfeld offiziell eingeweiht. Um 19 Uhr wird Oberbürgermeister Sven Gerich das Spielfeld unter dem gleichfalls neuen, vereinseigenen Flutlicht seiner Bestimmung übergeben. Auch 02-Vorsitzender Horst Klee und Kreisfußballwart Dieter Elsenbast werden einige Worte sprechen. Um 19.15 Uhr wird sich die Rathaus-Elf in einem einstündigen Spiel mit einer Auswahl von 02-Spielern messen.

Mithelfen beim Austrinken

Die Saison geht zu Ende. Zumindest die am Biebricher Weinstand der Biebricher Gewerbegemeinschaft (BIG). Am Montag, 9. Oktober, heißt es ab 17 Uhr wieder: „Austrinken!“ Wie immer fließt der Erlös des auch diesmal vom Stadtteilmagazin „Der Biebricher“ organisierte und den Winzern unterstützte finale Schoppenpetzen einem guten Zweck zu. Und wie immer wird sich die 02-Familie dem nicht verschließen und kräftig mithelfen...

Im Pokal beim Türkischen SV

In der zweiten Wiesbadener Kreispokalrunde muss der Biebricher Fußballverein 02 am Mittwoch, 11. Oktober, beim Türkischen SV antreten. Anstoß auf dem Dotzheimer Niederfeld ist um 20 Uhr.


November 2017

Zwei Japaner im Biebricher Trikot

Abwehrspieler Akira Udagawa und Angreifer Rikuya Nakamura sorgen für die japanische Note im Kader des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. "Das sind zwei Jungs, die sich ihren Platz unter den ersten Elf verdient haben. Sie sind keineswegs nur Ergänzungen, sondern gehören zum Kader", streicht Chefcoach Nazir Saridogan heraus. Dass das Duo aus dem Land der aufgehenden Sonne überhaupt bei den 02ern kickt, ist auf Babak Keyhanfar, den Trainer des Oberligisten SV Gonsenheim, zurückzuführen. Er vermittelt Spieler aus Asien an Vereine im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Die jungen Fußballer weilen in Deutschland, um einerseits die Sprache zu lernen und gleichermaßen sportlich zu etwas zu bewegen. So gesehen war Saridogan froh über den Anruf seines Kollegen aus Gonsenheim. Marc Diehl, Coach der 02-Zweiten, schaute sich beide daraufhin an, lotste sie ins Training nach Biebrich. "Wir haben dann gleich gesehen, dass beide etwas können. Sie sind stets im Training präsent, bringen sich willensstark ein", lobt Saridogan die unverhofften Zugänge, die auf jeden Fall bis zum Rundenende bleiben sollen (aus dem Wiesbadener Tagblatt).

Alle wollen in den Zwinger

Das hätte auch kein Biebricher Fußballer je geglaubt, dass der „Zwinger“ einmal als der „schönste Platz der Stadt“ bezeichnet wird. Genau das hat Oberbürgermeister Sven Gerich nun bei der Einweihung des zweiten Kunstrasens auf dem Dyckerhoff-Sportfeld getan. Und in der Tat ist Platz drei, der wegen der hohen Zäune rundum seinen Spitznamen bekommen hatte, bei den Spielern und Trainern plötzlich überaus beliebt. In den „Zwinger“ oder „Käfig“, in dem früher wegen des Staubs und des Schlamms kaum jemand trainieren, geschweige denn spielen wollte, drängt nun alles, was Beine hat, zum Fußballspielen. Vereine, Sport- und Fußballkreis wissen sehr wohl die im Vergleich zu anderen Kommunen beachtliche Unterstützung durch die Stadt zu schätzen. In Partnerschaft mit den Vereinen und deren Gönnern entsteht so nach und nach eine Sport-Infrastruktur, die sich sehen lassen kann.

Auch die neue, vom Verein finanzierte Flutlichtanlage wurde bei der offiziellen Platzeinweihung am 18. Oktober ihrer Bestimmung übergeben. Neben dem Sportdezernenten waren auch die Sportstadträtin Helga Tomaschky-Fritz, Sportkeisvorsitzender Helmut Fritz, eine ganze Reihe von Ortsbeiratsmitgliedern, Kreisfußballwart Dieter Elsenbast, Kreis-Ehrenfußballwart Helmut Herrmann sowie die Unterstützer der Blauen gekommen, die geholfen hatten, die Kosten für die Flutlichtanlage zu tragen. Unter ihnen Bernhard Goos (Hille&Walther), Dieter Bartholomäus (Infraserv), Rainer Pribbernow (Nassauische Sparkasse), Vertreter von Nassauischer Sparkasse, Merck und Kalle. Den flotten Kick, mit dem der Platz seiner Bestimmung übergeben wurde, gewann eine Biebricher Auswahl, in der Oldies von 02ern, 19ern und 76ern mitwirkten, mit 3:2 gegen ein Team der Stadt Wiesbaden.

Nach dem Geburtstag ist vor dem Weihnachtsmarkt

Vorsitzender Horst Klee, Stellvertreter Heinz-Jürgen Hauzel und Jugendleiter Hartmut Steindorf waren am 7. Oktober als Vertreter des Biebricher Fußballvereins nach Kronberg gefahren, um mit Bernhard Fuidl den 70. Geburtstag des ehemaligen 02-Geschäftsführers und Jubiläumsmanagers zu feiern. Freunde und Familie, Gibber, Kronberger und Erzgebirgler bewiesen im Grünen Wald in der Kronberger Altstadt Ausdauer. Auf der guten Grundlage eines hervorragenden Essens saß die Geburtstagsrunde bis weit nach Mitternacht zusammen, um immer wieder auf das Wohl Bernhard Fuidls anzustoßen.

Wer sich das schöne Geschäft für erzgebirgische Volkskunst in dem herrlich sanierten Fachwerkhaus in der Pferdstraße anschauen will, der hat Gelegenheit unter anderem während des Kronberger Weihnachtsmarkts. Bernhard und Gerlinde Fuidl haben ihren Laden am Samstag, 9. Dezember, und am Sonntag, 10. Dezember, jeweils ab 11 Uhr geöffnet. Am Samstag bis 20 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr.


Dezember 2017

Nostalgische Abschiedsfeier?

Seit Jahren wird er totgesagt – der Biebricher Nostalgiecup. Nun könnte im Januar mit der 22. wirklich die (vorerst?) letzte Auflage über die Bühne gehen. Möglich, dass wegen der anstehenden Komplett-Sanierung die Halle am Dyckerhoff-Sportfeld 2019 und 2020 nicht zur Verfügung steht.

Am 20. Januar 2018 wollen die Oldies, von denen eine ganze Reihe schon die Sechzig überschritten hat, aber auf alle Fälle nochmal ran. Das sportliche Kräftemessen und das anschließende Beisammensein im Clubheim der Blauen steht noch einmal ganz im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung. Auch der Erinnerung an die Anfänge des Nostalgiecups, als noch Mitglieder der großen Regionalliga-Mannschaften von SVW und Germania sowie der Hessenliga-Mannschaften von Biebrich 02 und Kastel 06 mitgewirkt hatten.

Biebricher Weihnachtsmarkt

Viele Fußballer treffen sich gewiss auch auf dem Biebricher Weihnachtsmarkt, der vom 7. bis zum 10. Dezember von der Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände auf dem Marienplatz ausgerichtet wird. Die Stände öffnen jeweils um 16 Uhr, am Sonntag bereits um 14 Uhr. Natürlich ist an allen Tagen ein Programm organisiert. So spielen am Samstag, 9. Dezember, ab 19 Uhr „Lupo and the Country Sweethearts“.

Gibber Winterzauber

Der Winterzauber der Gibber Kerbegesellschaft steigt schon eine Woche vorher, am 2. und 3. Dezember an der Herz-Jesu-Kirche. Am Samstag spielen an 15 Uhr die Birdy’s. Auf die Band der Diltheyschule folgt der Auftritt des Männerquartetts Nordend. Am Sonntag singt ab 15 Uhr der Chor der evangelischen Kirche Nordenstadt, und es spielt der Posaunenchor der Kreuzkirche. Um 18 Uhr kommt der Nikolaus.


Januar 2018

Noch eine Ehrung für Hartmut Steindorf

Beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände (AG) hat Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich berichtet, wie die Landeshauptstadt das Jahr des bürgerschaftlichen Engagements begehen will. Bei der Gelegenheit würdigte der OB gemeinsam mit dem AG-Vorsitzenden Günter Noerpel verdiente Biebricher, die seit Jahrzehnten im Ehrenamt tätig sind. Unter ihnen auch Hartmut Steindorf, der im Frühjahr seinen 60. Geburtstag feiert und seit 41 Jahren Jugendleiter der Biebricher Fußballvereins 02 ist.

Schriftliche Würdigung für Dieter Zorn

Unter der Überschrift „Ewiger Nullzweier im Club der 75er“ würdigte Stephan Neumann „unseren“ Dieter Zorn anlässlich seines 75. Geburtstags im Dezember. Hier der Text im Wortlaut:

Wenn er seinen 75. Geburtstag feiert, stehen 62 Jahre als Mitglied beim FV Biebrich 02 zu Buche. Eine seit 1955 andauernde fußballerische Liaison, die er bis heute mit Leben erfüllt. Ob als Kassenprüfer, als Helfer bei Veranstaltungen oder bei der Vereinsheim-Bewirtung als Unterstützung für Ali Gür und Charalampos Mentis (Zorn: "Beide leisten tolle Arbeit.") – für keine Aufgabe ist sich der frühere Kreis-und stellvertretende Verbands-Jugendfußballwart zu schade. Zuverlässigkeit und Beständigkeit kennzeichnen seit jeher sein ehrenamtliches Wirken. Die Freude, sich in einer und für eine Gemeinschaft zu engagieren, ist ihm offenbar nie abhanden gekommen.

Genauso wie die Eigenschaft, klar Stellung zu beziehen. Im Nachwuchsbereich würde es Zorn gern sehen, wenn die "Jugendlichen zu mehr Vereinstreue" angehalten würden. Wohlwissend, dass dies ein frommer Wunsch bleiben dürfte. Eher zu realisieren wäre wohl die von ihm angeregte Reduzierung von Wochentagsspielen. "Allein aufgrund der heutigen Verkehrssituation und der beruflichen Verpflichtungen der Spieler, die sich bei weiteren Anfahrten nicht einfach einen halben Tag freinehmen können, sollte man Spiele unter der Woche so weit wie möglich vermeiden. Vielleicht bestünde in Wiesbaden die Möglichkeit einer kürzeren Winterpause, um Wochentagsspiele zu reduzieren", erläutert Zorn.

Auch zum Thema Reserven in Konkurrenz vertritt Dieter Zorn eine eindeutige Haltung. "Ab der Kreisebene sollte mit Reserven außer Konkurrenz gespielt werden – das ist der notwendige Schritt. Reserven spielen in Vereinen nun mal stets nur die zweite Geige", sagt er und geht absolut konform mit der Haltung von Kreisfußballwart Dieter Elsenbast, der für eine solche Regelung eintritt. Gleichzeitig sieht Zorn keine Vertrauensbasis mehr bei der Zusammenarbeit mit den Verbandsverantwortlichen in der Frankfurter HFV-Zentrale. Ungebrochen ist sein Vertrauen in Horst Klee: "So lange wir einen Vorsitzenden wie ihn haben, werden wir als Verein unsere Stellung halten können."


Februar 2018

Ausweichquartier

Nette Atmosphäre, früher Heimweg. Die "Alten Herren" werden müde. Nach dem Nostalgiecup konnte das Vereinsheim schon weit vor Mitternacht geschlossen werden. Früher, vor allem bei den ersten Turnieren in den späten 1990er Jahren wäre das unvorstellbar gewesen. Die Oldies von Biebrich 02 und der Germania hielten diesmal noch am längsten durch. Germania-Vorsitzender Hartmut Freudenberg bot sich an, das Traditionsturnier im Januar 2019 am Zweiten Ring auszurichten, wenn dann die Sporthalle Biebrich wegen der Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung steht. Das Meeting wird also fortleben.

Diesmal kickten neun Mannschaften – erstmals fehlten die 19er. Frank Loy gab sich alle Mühe, musste aber mangels Spielern am Ende absagen. In alter Verbundenheit kamen aber einige "Grüne" zum Zuschauen, Reden und Anstoßen vorbei. Sowohl in der älteren wie auch in der jüngeren Guppe setzte sich erneut der SV Wehen durch. Biebrich 76 bei der Ü50 und die Germania bei der Ü40 sicherten sich die zweiten Plätze. Die Blauen bgnügten sich als gute Gastgeber jeweils mit dem letzten Platz. Auch schon traditionell: Dennis und Sven Deider agierten als Turnierleiter, Roman Landler war für das Büffet verantwortlich. Nicht zu vergessen die zahlreichen Helfer der Blauen in der Halle und im Klubheim unter der Regie von Charalampos Mentis.

Gerundet

Eine Reihe von 02ern haben runde Geburtstage hinter sich. Der einstige Bundesliga-Torwart Thomas Ernst, der bei den Blauen mit dem Fußballspielen begonnen hat und stets Mitglied geblieben ist, wurde am 23. Dezember 50, Günter Busse, ehemaliges Vorstandsmitglied des Biebricher Fußballvereins am 8. Januar 80. Schon am 6. November beging das Ehrenmitglied Eberhard Klein seinen 85. Geburtstag.

Traurig

Ende Dezember feierte Jürgen Doege im Biebricher Schloss seinen 75. Geburtstag und erhielt aus den Händen von Bernhard Mundschenk, dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, den Goldenen Meisterbrief. Kurz drauf erlitt Doege einen Schlaganfall, schien dann aber schon wieder auf dem Wege der Besserung. Umso überraschender kam sein Tod. Der Maler ist über lange Zeit den Biebricher Fußballern verbunden gewesen. Er zählte zu den Unterstützern der 19er wie der 02er. Der einstige CDU-Stadtverordnete hat sich in Biebrich zudem im Verschönerungs- und Verkehrsverein engagiert. Er wird fehlen.

Schon im Dezember ist Erika Kuhn gestorben. Sie war die ideale "Spielerfrau", genau so, wie sich ein Verein das wünscht. Als Werner Kuhn von Nordenstadt 1965 ins Hessenliga-Team der Blauen wechselte, gehörte auch seine Erika sofort zur 02-Familie. Als sich Werner im Spielausschuss engagierte, arbeitete sie im neuen Vereinsheim mit und brachte den Laden in Schwung. Und sie ließ Werner Kuhn über Jahrzehnte, wenn auch manchmal mit einem Murren, stets den Freiraum für sein umfangreiches Engagement, zu dem nicht nur die Vorstandsarbeit als Spielausschussvorsitzender und Kassierer zählte. Sie war auf dem Sportplatz, wenn Werner kickte, egal ob in erster oder zweiter Mannschaft oder schließlich bei den Alten Herren. Sie zählte zu den Stammbesuchern auf dem Dyckrhoff-Sportfeld genau wie bei Auswärtsspielen. Als dann im März vor vier Jahren Werner Kuhn starb, zog sich auch Erika zurück, ließ sich nur noch selten sehen, mal auf dem Sportplatz, mal beim Mosburgfest. Ohne Werner fehlte ihr die rechte Lebensfreude. Die älteren Blauen werden sie gewiss nicht vergessen.


März 2018

Udo und Sheela – die CD ist endlich fertig

Udo Parker, der Haus- und Hoffotograf des Biebricher Fußballervereins und Webmaster des tollen Internetauftritts www.biebrich02.de, ist bekanntermaßen vor allem Musiker. Über fast zwei Jahre arbeitete er zusammen mit der Sängerin Sheela Berigai an einer CD, die nun fertig geworden ist. „Durch gefühlte 50 Jahre Udo-Parker-Songwriting“ hätten sie sich gewühlt wie Sheela schreibt. „Die Suche brachte fast verloren gegangene Kompositionen wieder ans Tageslicht, und ganz frisch geschriebene Songs gesellten sich dazu. Wie schön, dass einige dieser Stücke jetzt hinaus in die Welt finden.“

Passenderweise trägt die CD den Titel „Lost & Found“. Mitte März fand im Kulturclub Biebrich zur „Feier“ der Veröffentlichung eine Party statt. „Frisch und melodiös, knackige Gitarrenriffs und sinnliche Harmonien“, so beschrieb der Kulturclub in seiner Terminankündigung das vorliegende Werk. Zu kaufen ist die CD in dem Geschäftchen „La Musica” in der Kleinen Langgasse 5 in Wiesbaden.

Das Casa Nova ist Geschichte

Das „Casa Nova“ auf dem Gelände des Biebricher Tennis-Clubs Grün-Weiß hat nun geschlossen. Die Blauen waren oft Gäste bei Sabine Reischitz und Tochter Swantje, Mutter und Schwester des ehemaligen 02-Spielers Bastian Pilger, in den Richard Wagner-Anlagen. Die Weihnachtsfeiern der Aktiven haben in den vergangenen Jahren regelmäßig im Henkell-Park stattgefunden, und auch der Freundeskreis hat sich wiederholt dort getroffen. Wer die Gastfreundschaft von Sabine Reischitz künftig genießen will, der hat die Chance beim Weingut Keßler in Martinsthal, wo sie den Gutsausschank managen wird.

400 Euro für Integrationsarbeit

Im Rahmen der Projekt-Reihe des Landes „Hessen lebt Respekt“ hatte der Sportbund unter dem Titel „Respekt im Sport“ Fördermittel für Vereine ausgelobt, die sich Fairness, Respekt und Integrationsarbeit auf die Fahnen geschrieben haben. Der Biebricher Fußballvereine darf sich über eine Überweisung von 400 Euro freuen.

Kurt-Jürgen Migge mit 45 wieder aktiv

Die zweite Mannschaft hat es in dieser Saison wieder ganz schwer. Da die Partien in der Kreis-Oberliga oft parallel zu den Verbandsliga-Begegnungen er ersten Garnitur stattfinden, ist die zur Verfügung stehende Spielerdecke mitunter arg dünn. Nun hilft sogar Kurt-Jürgen Migge wieder mit, die Abwehr zu stabilisieren und das Ziel Klassenerhalt zu schaffen. Wohlgemerkt wird der langjährige Kapitän der ersten Mannschaft des Biebricher Fußballvereins im September 46. Da bleibt nichts als den Hut zu ziehen und zu danken, dass er das noch auf sich nimmt.

Eberhard Klein 75 Jahre ein 02er

Die Jahreshauptversammlung des Biebricher Fußballvereins 02 findet am Freitag, 20. April, um 20 Uhr im Vereinsheim am Dyckerhoff-Sportfeld statt. Vor den Neuwahlen stehen Ehrungen besonders treuer Mitglieder an.

Eberhard Klein ist nun schon seit 75 Jahren ein Blauer, der Vorstandsmitglied Bernd Fiala auch schon seit 50 Jahren. Kurt Glantschnig, der mit Fiala zusammen im Landesliga-Team gestanden hat, ist ebenso seit 40 Jahren dabei wie Peter Zimmermann und Karl-Heinz Esper.

Helmut Fritz kandidiert nochmals

Am 19. April, also ein Tag vor der Mitgliederversammlung der 02er, tritt das Wiesbadener Sportlerparlament zusammen. Um 19 Uhr beginnt der Sportkreisvorstand in der Turnhalle des TV Igstadt. Unter anderem wird der Sportkreisvorstand gewählt. Der Biebricher Helmut Fritz (Wiesbadener Kanu-Verein) tritt noch einmal für eine Amtszeit als Vorsitzender an.


April 2018

Randvoller Donnerstag

Donnerstag, der 19. April – das ist in diesem Jahr ein für Biebricher ganz besonderer Termin. Ab 17 Uhr wid mit dem "Antrinken" am Rheinufer offiziell die Weinstandsaison eröffnet. Traditionell sind die 02-Verantwortlichen dabei stark vertreten. Vorsitzender Horst Klee wird ebenso dabei sein wie die Vorstandsmitglieder Uli Janocha, Klaus Tobies und Thomas Utikal. Sie wollen bei den Weinfreunden auch für einen Besuch des Heimspiels gegen SF/BG Marburg werben und Freikarten für das Match gegen den aktuellen Verbandsliga-Zweiten unter die Leute bringen.

Gleichzeitig versucht die erste Mannschaft der Blauen Werbung in eigener Sache zu machen. Sie bestreitet am 19. April um 19.30 Uhr das Pokal-Halbfinale beim SC Klarenthal. Sollten sich die Biebricher durchsetzen, stehen sie im Endspiel um den Wiesbadener Kreispokal, das am 23. Mai ausgetragen werden soll. Der Gegner wird zwischen Kostheim 12 und dem SV Niedernhausen ermittelt. Während am Rhein Wein verkostet und in Klarenthal um Pokalehren gekämpft wird, vertritt der stellvertretende Vorsitzende Heinz-Jürgen Hauzel den Biebricher Fußballverein am 19. April beim Wiesbadener Sportkreistag in Igstadt. Der Biebricher Helmut Fritz (Wiesbadener Kanu-Verein) tritt dort noch einmal für eine dreijährige Amtszeit als Vorsitzender an.

Holger Dollak ist tot

Der frühere Hessenauswahlspieler Holger Dollak, der nach seiner Zeit beim SV Wiesbaden auch das Trikot des Biebricher Fußballvereins getragen hat, ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 52 Jahren gestorben. Solange es ihm möglich war, kickte er mit beim jährlichen Biebricher Nostalgiecup. Im Herbst 2016 hatten ehemalige Teamgefährten Dollaks noch ein Benefizspiel für dessen Familie organisiert. "Ein immer angenehmer, freundlicher Mensch und charakterlich einwandfreier Fußballer", würdigte 02-Vorsitzender Horst Klee den Verstorbenen.

Der General ist 70

Kaum zu glauben. Kurt Morlock, der General, ist immer noch Chef der Biebricher E-Jugend-Mannschaften. Im März feierte er seinen 70. Geburtstag. Schon 2002, im Jubiläums-Buch zum 100-jährigen Bestehen des Biebricher Fußballvereins, würdigte Jugendleiter Hartmut Steindorf die damals schon zehn Jahre währende Zusammenarbeit: "Ohne Kurt Morlock wäre unsere Jugendabteilung kaum weiter funktionsfähig." Seine Methoden waren nie unumstritten, aber er hat unseren Fußballern bei den ersten Schritten in die Sportart geholfen und viele erfolgreiche Mannschaften geformt. Dass die Jugendabteilung als Talentschmide gilt, aus der kontinuierlich viele Spieler nicht nur am Dyckerhoff-Sportfeld in starke Senioren-Mannschaften hineinwachsen, ist nicht zuletzt Morlocks Verdienst.

Kontinuität auf der Trainerbank

Noch vor Ostern verkündete Vorsitzender Horst Klee, dass sich die Verantwortlichen des Biebricher Fußballvereins mit Trainer Nazir Saridogan verständigt haben, die erfolgreiche Zusammenarbeit in der kommenden Spielzeit fortzusetzen.

Es ist übrigens die 16. Saison, die die 02er nach dem Aufstieg schon wieder ununterbrochen in dieser Klasse spielen. Auch Savas Saridogan wird als Co-Trainer weiter für die Blauen tätig sein. Nazir Saridogan steht seit dem 7. Oktober 2013 in Verantwortung für das Verbandsliga-Team. Er kam damals in bedrohlicher Tabellensituation und feierte mit seiner neuen Mannschaft einen geradezu sensationellen 3:0-Sieg beim damaligen Tabellenführer Viktoria Kelsterbach. Am 6. Mai sind die Biebricher wieder zu Gast bei den Kelsterbachern, die zwischenzeitlich einen Abstecher in die Hessenliga gemacht haben und sich nun am Ende dieser Saison freiwillig in die Kreis-Oberliga zurückziehen wollen.

Das Glück kommt nach Biebrich

Wieder einmal ist das Glück am Dyckerhoff-Sportfeld zu Gast. Am 9. Juni findet zum wiederholten Male das Fußballturnier der deutschen Lotterie-Treuhandgesellschaften in Biebrich statt. Offensichtlich waren die Stellvertreter Fortunas auf Erden bei ihren früheren Besuchen zufrieden mit der Betreuung durch die 02er. Natürlich hat die Auswahl des Spielorts auch damit zu tun, dass der hessische Lotto-Chef Hans-Georg Sundermann seit vielen Jahren Mitglied des Freundeskreises des Biebricher Fußballvereins ist.


Mai 2018

Vorstand breiter aufgestellt

"Zu vermehrten Anstrengungen gibt es keine Alternative." Horst Klee gab sich am Beginn seines voraussichtlich letzten Amtsjahrs als Vorsitzen des Biebricher Fußballvereins 02 gewohnt kämpferisch. "Wir brauchen mehr Sponsoren und Unterstützer, aber auch mehr Mitglieder. In der 02-Statistik stehen 340 Jugendkicker, aber nur 187 Erwachsene. "Das ist zu wenig Potenzial, um neue Mitarbeitende zu gewinnen." Die Aufgabe, die Klee sich und seinen Mitstreitern bei der Jahreshauptversammlung gestellt hat: "Wir wollen unseren Stellenwert in der Stadt und im Stadtteil auch unter erschwerten Bedingungen zumindest halten."

Klee beklagte, dass der Sportplatz nicht mehr die Kommunikationsstätte ist, die er in seiner frühen Funktionärszeit in den 60er Jahren war. Und er macht auch die Verbände verantwortlich, die für die ungebremste Kommerzialisierung des Fußballs verantwortlich seien: "Man könnte bei Fifa, DFL und DFB täglich das Märchenbuch von der ‚Raupe Nimmersatt’ verteilen." Sportlich haben die 02-Verantwortlichen positiv Bilanz gezogen zufrieden. Auch Nachwuchschef Hartmut Steindorf, der von E- bis A-Jugend Erfolge vermeldet. "Die Kehrseite: Die Eltern der starken D-Jugendlichen werden aktuell fast täglich von Vereinen wie dem SV Wehen Wiesbaden, Mainz 05, Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98 und Schott Mainz angerufen", um sie zum Vereinswechsel zu bewegen. "Pro Jahr haben wir 100 bis 130 Ab- und Zugänge zu verkraften." Die 02er, die in den vergangenen Jahren zwei vereinseigene Flutlichtanlagen gebaut haben, ohne Geld aufnehmen zu müssen, sind wirtschaftlich gesund und verfügen noch über Rücklagen. Personell hat man sich breiter aufgestellt. Der geschäftsführende Vorstand besteht nun aus fünf (statt bisher drei) Mitgliedern. Neben Horst Klee, gehören ihm die stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Utikal und Heinz-Jürgen Hauzel an, Kassierer Uli Janocha und Jugendleiter Hartmut Steindorf. Spielausschuss-Vorsitzender ist nun Malte Christ. Wiedergewählt wurden Schriftführer Jürgen Dindorf die Beisitzer Charalampos Mentis und Uwe Kilian sowie die Kassenprüfer Dieter Zorn und Winfried Winkler (alle einstimmig).

Zu Beginn nahm Vorsitzender Horst Klee Ehrungen vor, betonte nicht nur die „unglaublichen“ 75 Jahre, die Eberhard Klein schon Mitglied des Biebricher Fußballvereins ist, sondern empfahl auch Bernd Fiala und Kurt Glantschnig als Vorbilder, die als einstige Erst-Mannschaftsspieler 50 und 40 Jahre lang den Blauen die Treue hielten. Kurt Glantschnig sogar, obwohl er schon längst wieder im Ruhrgebiet lebt. Und Klee würdigte genauso Moritz Christ, der dem aktuellen Verbandsliga-Team angehört: „Dass ein Spieler heutzutage 15 Jahre das im gleichen Verein spielt, ist durchaus eine Seltenheit.“

Hartmut Steindorf 60

Manch einer mag ja hoffen, dass er ruhiger wird und vielleicht ein bisschen altersweise, wenn 24 er am 9. Juni seinen 60. Geburtstag feiert. Aber wer im Biebricher Fußballverein könnte sich das bei Hartmut Steindorf vorstellen? Nun, das ist so ähnlich wie beim Vorsitzenden Horst Klee: Wer nach Jahrzehnten immer noch die Motivation hat, sich für die Blauen zu engagieren, der tut es eben mit ganzem Herzen. Und der macht aus diesem Herzen natürlich keine Mördergrube. Was raus muss, muss dann eben mal raus. Auch wenn’s nicht der richtige Zeitpunkt ist und aus taktischen Erwägungen vielleicht ein wenig ungeschickt.

Dass der Job des Jugendleiters heute mehr an die Nerven geht als vor über 40 Jahren, als Steindorf das Amt antrat, muss nicht eigens betont werden. Die Fluktuation von Spielern, aber auch von Trainern und Betreuern ist größer geworden. Der Ehrgeiz mancher Eltern hat etwas von dem angenommen, was man einst allenfalls bei Eiskunstlauf-Müttern gefunden hat. Die Verlässlichkeit ist geschwunden – eine Zusage von Spielern gilt so wenig wie eine Zusage von Vereinsvertretern. Und der Verband macht es den Klubs auch nicht leichter.

Was Hartmut Steindorf niemand nehmen wird, sind seine großen Erfolge in den über vier Jahrzehnten seiner Tätigkeit. Er übernehm die Jugendabteilung des Biebricher Fußballvereins, als der Verein sich Ende der 70er Jahre gerade wieder aufzurappeln begann. Seine Vorgänger hatten ihm einen Scherbenhaufen hinterlassen. Schnell stellte sich unter Steindorf und einem endlich funktionierenden Jugendausschuss nicht nur eine sportliche Aufwärtsentwicklung ein, sondern auch ein rapides Wachstum. Bald war die Jugendabteilung der Blauen die größte und erfolgreichste im Fußballkreis Wiesbaden und ist es bis zum heutigen Tag auch unter spürbar schwierigeren Bedingungen geblieben. Selbt wenn das jetzt den einen oder anderen schmunzeln lässt: Hartmut Steindorf ist auch und vor allem ein Brückenbauer. Er knüpfte Freundschaften zu Vereinen in Ungarn, der Tschechoslowakei und der DDR, als der Eiserne Vorhang noch kaum Löcher hatte. Das Internationale C-Jugendturnier hatte einen herausragenden Ruf. Da spielten auf dem Dyckerhoff-Sportfeld unter anderem Mannschaften aus Russland und Litauen, Schweden und Dänemark, Israel und England, Spanien, der Schweiz und Österreich und, und, und... Und selbstverständlich Bundesligisten: Beispielsweise Borussia Dortmund und Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln

Schließlich hat in der Jugend von Biebrich 02 die Integration der Kinder zugewanderter Familien zu einem Zeitpunkt begonnen, als das weder die Politik noch die Sportverbände für sich entdeckt, geschweige denn den Wert dieses gemeinsamen Spiels der Kinder neuer und alter Biebricher Familien in einem Verein erkannt hatten. So schwierig es hin und wieder war – Hartmut Steindorf hat auch hieraus ein Erfolgsmodell gemacht. Die Sozialarbeit der 02er ist oft gewürdigt, und auch Hartmut Steindorf wurde mit Auszeichnungen sowohl der Sportverbände als auch der Landeshauptstadt bedacht. Wünschen wir ihm, wünschen wir uns, dass noch lange das gute, blaue Blut durch seine Adern läuft.

Das Glück kommt nach Biebrich

Wieder einmal ist das Glück am Dyckerhoff-Sportfeld zu Gast. Am 9. Juni findet zum wiederholten Male das Fußballturnier der deutschen Lotterie-Treuhandgesellschaften in Biebrich statt. Offensichtlich waren die Stellvertreter Fortunas auf Erden bei ihren früheren Besuchen zufrieden mit der Betreuung durch die 02er. Natürlich hat die Auswahl des Spielorts auch damit zu tun, dass der hessische Lotto-Chef Hans-Georg Sundermann seit vielen Jahren Mitglied des Freundeskreises des Biebricher Fußballvereins ist.

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